Leasing: Muss es immer Kilometerleasing sein?

26.04.2012 07:30 Uhr
Wann wird man glücklich mit seinem Leasingvertrag? Geringe Raten fußen oft auf hohe Restwerte, die am Vertragsende für Ärger sorgen können. Zwei Vertragsmodelle lassen das Restwertrisiko zwischen den Parteien wandern.

Die Grundsatzfrage beim Leasing lautet: Wer übernimmt die Vermarktung des Fahrzeuges am Vertragsende und trägt damit das Restwertrisiko? In der Regel tendieren die Leasingnehmer zum Kilometerleasing und überlassen damit diese Aufgabe dem Leasinggeber. Prinzipiell gibt es aber auch die Möglichkeit, als Fuhrparkbetreiber selbst die Leasingrückläufer zu vermarkten.

"Zu Beginn jedes Kfz-Leasingvertrags sowie bei der Übernahme eines laufenden Vertrags steht die Frage, ob Kilometerleasing oder Restwertleasing für den individuellen Fall besser ist", erklärt Marc Härtel, Geschäftsführer der Gesellschaft für Leasing-Lösungen, die das Internetportal LeasingTime.de betreibt.

Die Jahresfahrleistung bildet die Basis 

"Das Kilometerleasing ist relativ gut kalkulierbar und stellt sich häufig als kostengünstiger heraus", betont der Leasingexperte. Hier bildet die jährliche Fahrleistung die Basis, sodass Über- oder Unterschreitungen nachberechnet oder vergütet werden.

Auch bei der Option des Restwertleasings muss der Flottenmanager zu Vertragsbeginn die voraussichtliche Laufleistung angeben. Zusammen mit der Vertragsdauer und der Fahrzeugklasse ergibt sich damit ein Trio, anhand dessen der Fahrzeugrestwert geschätzt wird. Je höher dieser liegt, desto niedriger sind die monatlichen Leasingraten. 

Die künftige Marktlage lässt sich schwer einschätzen

Eine Unwägbarkeit stellt hier die künftige Marktlage dar. Denn der Wert des Autos hängt neben seinem Zustand auch von Angebot und Nachfrage ab. Ist der tatsächliche Restwert dann geringer, als zu Vertragsbeginn erwartet, muss der Leasingnehmer die Differenz nachzahlen. Sollte der Restwert höher sein, erfolgt eine Erstattung – meist erhält der Leasingnehmer 75 Prozent, wie es in einer Mitteilung von LeasingTime zu diesem Thema heißt.

Die Restwerte werden häufig aber sehr hoch angesetzt, damit die Leasingraten niedrig sind. "Somit kommt es häufig zu Nachzahlungen", erklärt der Experte Härtel. Sein Fazit: "Restwertleasing ist für Personen interessant, die planen, das Fahrzeug am Laufzeitende zu übernehmen. Sonst ist aufgrund der häufigen Nachzahlungen beim Restwertleasing das Kilometerleasing meist günstiger".  (rs)

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