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Mehrwert dank neuer Partner

Der neue Vorsitzende der Geschäftsführung von Alphabet ist ein Bekannter: Uwe Hildinger führt seit der Jahresmitte die Geschicke beim Leasinggeber und blickt mit uns auf die neuen Ziele der Münchner.


Datum:
14.12.2020
Autor:
mb, rs
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Herr Hildinger, auf Ihrem LinkedIn-Profil ist jener BMW M1 zu sehen, den Andy Warhol bemalte. Mögen Sie das Auto wegen seiner Technik, wegen des Bezugs zur Kunst oder wegen der Geschichte, die man als Verkäufer gut erzählen kann?

Uwe Hildinger: Ich bin ein großer Fan der 'Pop Art'. In den vergangenen zwei Jahren, in denen ich bei Alphabet UK tätig war, konnte ich hin und wieder die Tate Gallery of Modern Art in London besuchen. Mich beeindrucken die Werke von Warhol, Lichtenstein und anderen Künstlern dieser Kunstrichtung. Zudem bin ich ein Fan der Fahrzeuge unseres Mutterkonzerns, und der M1 ist ein Traumauto aus meiner Jugend. Es ist also von allem etwas dabei.

Die aktuelle Lage ist sicherlich herausfordernd. Marco Lessacher, CEO bei Alphabet International, berichtete Mitte des Jahres über die Alphabet Kampagne "Start the Restart". Was sind Ihre Elemente für einen Restart im Leasingmarkt für Alphabet in Deutschland?

U. Hildinger: Für mich war und ist eines von zentraler Bedeutung: Trotz aller äußeren Umstände ist es uns gelungen, unseren Geschäftsbetrieb durchgehend für unsere Kunden und Partner aufrechtzuerhalten - auch während des ersten Lockdowns im Frühjahr. Wir sind bereits seit Langem mit der Mobilarbeit vertraut und hierfür bestens ausgestattet. So haben wir bei Alphabet Deutschland auch nie den Kontakt zu unseren Kunden abreißen lassen und waren durchgehend an ihrer Seite.

Wie lief dieser Kundenkontakt ab?

U. Hildinger: Mit der Botschaft 'Start the Restart' haben wir die Unterstützung unserer Kunden nach der Lockdown-Phase zusammengefasst und Lösungen für die Themen angeboten, die sie aktuell besonders beschäftigen. Sei es das Anpassen von Verträgen - da die Fahrleistungen der Dienstwagen während der Pandemie deutlich geringer sind -, die Digitalisierung von Services, um kontaktlose Abläufe zu gewährleisten oder die digitale Durchführung von Beratungen, Workshops und Gesprächsrunden, so wie wir gerade per Online-Meeting zusammenkommen.

Welche neuen Themen kamen für die Flotten in der Corona-Zeit dazu, auf die Sie schnell eine Antwort finden mussten?

U. Hildinger: In allererster Linie geht es natürlich darum, die Kunden, die sich in völlig unterschiedlichen Situationen befinden, zuverlässig mobil zu halten. Mit den weltweiten Lockdown-Maßnahmen konnten beispielsweise nicht alle Neufahrzeuge pünktlich ausgeliefert werden. Hier haben wir Lösungen angeboten, etwa durch die Modifikation von Verträgen oder das Angebot flexibler Mietoptionen.

Unter den Neufahrzeugen werden viele Stromer sein. Welche Erfahrungen hat Alphabet speziell mit der Förderung von E-Fahrzeugen bereits gemacht?

U. Hildinger: Wir haben Experten wie beispielsweise eigene Consultants, die sich genau um diese Themen kümmern und die besten Lösungen für unsere Kunden ermitteln. So können wir im Hinblick auf die bundesweiten Fördermöglichkeiten unterstützen und sind zudem Teil einiger lokaler Förderprogramme. Die Beratung spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Wir verfügen über mehr als sieben Jahre Erfahrung bei der Elektrifizierung von Fuhrparks. Seitdem haben wir über 20.000 E-Fahrzeuge auf die Straßen gebracht. Die Förderungen sind dabei natürlich ein wichtiger Aspekt, der für unsere Kunden sehr interessant ist. Wir haben im zweiten Halbjahr zudem einen eigenen E-Mobilitäts-Bonus ins Leben gerufen und fördern Bestellungen von E-Fahrzeugen noch bis Ende des Jahres - zusätzlich zu allen staatlichen Programmen.

Der hohe Förderbonus ist das eine, die Einsatzmöglichkeiten der Stromer ist das andere.

U. Hildinger: Entscheidend ist, immer vorab zu klären, wie die Bedarfe des jeweiligen Kunden sind und wer das E-Fahrzeug für welche Zwecke nutzen soll. Für Management-Fahrzeuge gibt es beispielsweise ganz andere Möglichkeiten als für das Fahrzeug eines Vertriebsmitarbeiters mit hoher Fahrleistung. Daher beurteilen wir immer die Voraussetzungen des jeweiligen Fuhrparks, bevor wir eine Empfehlung geben.

Wer seine ersten E-Fahrzeuge in der Flotte mit der Ladeinfrastruktur vernetzen muss, braucht einen gewissen Grad an Digitalisierung im Unternehmen. Wie weit sind da Ihre Kunden?

U. Hildinger: Dass der Umstieg auf E-Mobilität immer an einen gewissen Grad der Digitalisierung gebunden ist, sehen wir nicht. Wir unterstützen die unterschiedlichsten Unternehmen bei der Elektrifizierung und betrachten dabei immer den individuellen Status quo. Darauf aufbauend erfolgt dann die Beratung über die notwendigen Schritte sowie auf Wunsch die Begleitung bei der Umsetzung. Die Treiber für den Umstieg auf E-Mobilität sind dabei vielfältig: Der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die wachsende Modellvielfalt und natürlich auch mögliche Kostenreduktionen spielen eine Rolle.

Was ist der stärkste Impuls im Moment, zum Stromer zu greifen?

U. Hildinger: Im Moment ist das Thema Nachhaltigkeit besonders für große Unternehmen zentral. Die gesellschaftliche Akzeptanz hängt zunehmend davon ab, was in diesem Bereich geleistet wird. Denn Investoren achten beispielsweise vermehrt auf die CO2-Bilanz von Unternehmen. Zudem haben die Mitarbeiter steigende Erwartungen in Bezug auf Nachhaltigkeit - und hier spielt die Mobilität eine wichtige Rolle. Für uns ist daher die wichtigste Frage: Was ist das Ziel des Kunden? Auf Basis der Antworten entwickeln wir dann die passende Lösung.

Als Problemlöser zählt zweifelsohne auch die Alpha-Guide-App. Wie viele Fahrer nutzen sie bisher?

U. Hildinger: Seit 2019 haben wir mittlerweile über 48.000 Downloads. Nach dem kürzlich erfolgten Re-Design samt neuer Funktionen steigt dieser Wert erheblich.

Was macht die App alles besser?

U. Hildinger: Wir haben über das Thema Nachhaltigkeit ja bereits gesprochen. Mittlerweile bieten wir beispielsweise eine App-basierte Lösung für unsere Servicekarte. Das spart die Produktion von mindestens 50.000 Kunststoffkarten jährlich. Zudem können Fahrer ihre Verträge mittels QR-Codes hinterlegen und so unterwegs zu jeder Zeit darauf zugreifen. Außerdem bündelt der Alpha-Guide eine Vielzahl neuer und einfach zu bedienender Self-Service-Funktionen individuell für die Dienstwagenfahrer. So befähigen wir die Nutzer, einzelne Prozesse wie die Schadenmeldung oder eine Serviceterminvereinbarung schnell und digital abzuwickeln. Das verringert natürlich auch den Aufwand für die Fuhrparkverantwortlichen.

Was kann die App künftig noch alles?

U. Hildinger: Ganz neu ist die Einbindung der Führerscheinprüfung, die wir gemeinsam mit unserem Partner Technology Content Services umsetzen. Außerdem arbeiten wir an der Digitalisierung weiterer Services und damit an Themen wie Smart Fueling oder dem UVV-Management.

Apps sind gerade für Fahrer von reinen Stromern ein entscheidendes Thema. Welche Karten oder Apps empfiehlt Alphabet jenen Nutzern?

U. Hildinger: Wir bieten diverse integrierte Tank- und Ladekarten sowie eine eigene Ladekarte inklusive zugehöriger App an. Mittels dieser ermöglichen wir das bargeldlose Zahlen, volle Kostenkontrolle und Transparenz aller Ladevorgänge. Die Ladekarte kann auf Wunsch auch für die über Alphabet geleaste Ladelösung am Standort des Unternehmens und am Wohnort des Mitarbeiters hinterlegt werden. Die Abrechnung der Ladevorgänge erfolgt dann gesammelt über Alphabet und wird dem Leasingfahrzeug zugeordnet.

Herzlichen Dank, Herr Hildinger, für das Gespräch.

Das vollständige Interview finden Sie auf: autoflotte.de

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