Knapp 500 Hinweise auf Doppelfinanzierungen in nur drei Monaten, das ist die Bilanz von PS-Team seit der Einführung der Plattform "PS DataCollect". Das System zur Sicherung von Eigentumsrechten, mit dem Doppelfinanzierungen aufgedeckt und vermieden werden sollen, werde derzeit von drei Captive- und fünf Non-Captvie-Banken intensiv genutzt. Insgesamt beziffert PS-Team die Höhe verhinderter Schäden bislang auf gut eine Million Euro. Die acht Kreditinstitute, die als europaweite Schutzgemeinschaft kooperieren, stufen PS DataCollect der Mitteilung zufolge als wichtiges Werkzeug ein, um Betrug bei der Finanzierung von Fahrzeugen und Maschinen zu verhindern. Hierfür gleicht die Plattform die Fahrgestellnummern der Fahrzeuge, die von den teilnehmenden Instituten finanziert werden, anonym und treuhänderisch ab. Auf rund 1,1 Millionen Datensätze greift PS DataCollect zu, die auch anhand von Informationen aus datenschutzrechtlich unbedenklichen Datenbanken überprüft werden. So fließen Angaben von PS-Team zufolge unter anderem Informationen über gestohlene Zulassungsbescheinigungen sowie Meldedaten von Finanzinstituten und Gutachtern in das System ein. Die Plattform lasse sich darüber hinaus nutzen, um Fahrgestellnummern präventiv, also vor Finanzierungszusage, zu prüfen. Neben Banken könnten Eigentümer gewerblich genutzter Fahrzeuge und Leasinggesellschaften der Schutzgemeinschaft beitreten. "Je offener die Mitglieder kooperieren, desto wirksamer schützt die Plattform vor Betrug bei der Finanzierung von Fahrzeugen und Maschinen", erklärt PS-Team-Geschäftsführer Peter Schmehl. "Wer Daten abruft, ist auch verpflichtet, seine Daten einzuspeisen, Anfragen umgehend zu bearbeiten und Eigentumsrechte lückenlos zu dokumentieren." PS-Team ist eigenen Angaben zufolge nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) zertifiziert. (mp)