Fuhrparkbetreiber haben sich bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge lange zurückgehalten. Mit den zuletzt stark gestiegenen Kraftstoffpreisen verliert dieses Argument jedoch zunehmend an Gewicht. Darauf weist eine aktuelle Vergleichsrechnung der Kazenmaier Leasing hin.
Dieselpreise von mehr als zwei Euro pro Liter stellen die Wirtschaftlichkeit vieler gewerblicher Fuhrparks infrage. "Gerade geopolitische Krisen zeigen, wie abhängig Unternehmen und öffentliche Einrichtungen von Energiepreisen sind. Elektrofahrzeuge reduzieren diese Abhängigkeit deutlich und schaffen für Flottenbetreiber eine wesentlich bessere Planbarkeit der Betriebskosten", erklärt Kazenmaier-Geschäftsführer Max Nastold.
THG-Quote bleibt interessant
Besonders relevant ist das für Branchen mit hoher Fahrleistung. In Pflegeeinrichtungen etwa gehören Mobilitätskosten zu den größten Ausgabenposten – Einsparpotenziale wirken sich hier unmittelbar aus. Auch im öffentlichen Personennahverkehr kann die Elektrifizierung der Flotten wirtschaftliche Vorteile bringen. Zudem unterstützen viele Bundesländer die Anschaffung von E-Fahrzeugen sowie den Aufbau der Ladeinfrastruktur mit Förderprogrammen.
Ein weiterer wirtschaftlicher Faktor ist die sogenannte THG-Quote. Über den Handel mit eingesparten Emissionen können Betreiber von Elektrofahrzeugen zusätzliche Einnahmen erzielen, was die Gesamtwirtschaftlichkeit weiter verbessert.
Tausende Euro im Fuhrpark sparen
Kazenmaier hatte bereits 2025 als markenunabhängiger Full-Service-Leasinganbieter die variablen Nettokosten eines Elektro- und eines Dieselfahrzeugs verglichen – einschließlich Energie, Wartung, Verschleiß und Steuern. Schon damals fiel das Ergebnis zugunsten der Elektromobilität aus.
Mit den aktuellen Energiepreisen verstärkt sich dieser Effekt noch einmal. Legt man die Durchschnittswerte von März 2026 zugrunde – rund 2,00 Euro pro Liter Diesel und etwa 0,65 Euro pro Kilowattstunde beim DC-Laden – ergibt sich bei einer jährlichen Fahrleistung von 40.000 Kilometern ein Einsparpotenzial von rund 3.000 Euro pro Fahrzeug bei den variablen Kosten.