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Radl im Abo

Das Auto-Abo "kennt man". Nun kommt das Thema beim Fahrrad an. Autoflotte sprach mit dem Fahrrad-Abo-Vorreiter Stefan Trauth von Pedelity.


Datum:
01.03.2021
Autor:
Michael Blumenstein
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Auto-Abo-Anbieter gibt es unzählige. In der April-Ausgabe der Autoflotte planen wir eine Übersicht, um zu zeigen, was geht, wie es geht und was es kostet. Beim Zweirad lohnt eine solche Übersicht noch nicht. Denn die Abo-Anbieterzahl ist vergleichsweise gering. Dabei rechnet sich gerade beim Pedelec und E-Lastenrad diese wenig bindende Geschäftsbeziehung. Denn so können Unternehmen testen, ob Zweiräder in den eigenen Fuhrpark passen, ohne sich langfristig festlegen zu müssen. Wie wäre es jedes Jahr aufs Neue, zwei Räder von April bis Ende Oktober zu abonnieren, um in der kalten Jahreszeit auf vier abonnierte Räder umzusteigen. Flexibilität ist Trumpf, die Kosten bleiben überschaubar. Stefan Trauth war jahrelang Mechaniker der deutschen Radnationalmannschaft. Vor gut vier Jahren kam die Idee zu Pedelity und er wurde damit zum Vorreiter der Zweirad-Abos. Das Radfieber packte den Frankfurter bereits in der Kindheit.

Was genau ist Pedelity?

Stefan Trauth: Pedelity.de ist eine Marke der Goyago GmbH unter der wir seit 2017 unsere E-Bike-Vermietung gebündelt haben. Unter dem Claim "E-Bikes. Einfach. Mieten." bieten wir im gewerblichen und privaten Bereich verschiedene, flexible Mietmodelle an. Die Idee dahinter ist einfach: Wir wollen möglichst vielen Kunden die Nutzung von E-Bikes und E-Lastenrädern ermöglichen, und zwar so unkompliziert wie möglich.

Was ist der Unterschied zum Leasing?

S. Trauth: Im Unterschied zu verschiedenen Dienstrad- und Fahrradleasingangeboten gewährt unser Abomodell mit seiner Langzeitmiete mehr Flexibilität für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, da wir variable Laufzeiten anbieten. Zudem umfasst ein Abo bei uns ein echtes Full-Service-Angebot zu besonders attraktiven Preisen - gerade im Vergleich zu unserem Wettbewerb.

Wie viele Pedelity-Bikes sind in Umlauf?

S. Trauth: Unsere E-Bike- und E-Lastenradflotte wird stetig ausgebaut. Aktuell umfasst sie über 5.000 Räder und über 200 verschiedene Modelle. Da ist für jeden das passende Rad dabei.

Wer kann ein Fahrrad-Abo abschließen?

S. Trauth: Unser Abo gibt es für Privatpersonen ab 18 Jahren sowie für Unternehmen aller Art.

Was sind die Vorteile für Unternehmen?

S. Trauth: Wer bei uns ein Bike mietet - egal ob Privatperson oder Unternehmen -, bekommt bei uns zusätzlich zu seinem Bike ein echtes Full-Service-Angebot. Dieses beinhaltet alle Leistungen rund ums Rad: vom Hol- und Bringservice über die persönliche Einweisung, die Versicherung, alle anfallenden Reparatur- und Wartungsleistungen und einen umfassenden Pannenschutzservice. Und das zu einem festen monatlichen Preis.

Wie lang sind die Laufzeiten?

S. Trauth: Unsere Mietangebote beginnen bei wenigen Stunden für Einzelpersonen oder Gruppen und enden bei einer unbefristeten Mietdauer.

Zudem besteht bei uns immer auch die Möglichkeit, ein Rad zu einem beliebigen Zeitraum käuflich zu erwerben. Bei unserem Abomodell besteht die Option einer monatlichen Kündigung, um flexibel auf saisonale Bedarfsschwankungen oder individuelle Anforderungen reagieren zu können.

Können Kunden "spontan" das Fahrrad wechseln?

S. Trauth: Ein Radtausch ist generell immer möglich. Es fällt hierfür jedoch eine Servicepauschale in Höhe von 49 Euro an.

Welche Fahrräder bietet Pedelity an?

S. Trauth: Wir haben ein breites Sortiment an Pedelecs, S-Pedelecs und E-Lastenräder für den privaten und gewerblichen Einsatz. Mit der großen Modellvielfalt der Goyago GmbH haben wir darüber hinaus für jeden Anwendungsfall das richtige Rad.

An wen wende ich mich bei Fragen?

S. Trauth: Fragen aller Art rund ums Bike beantworten meine Mitarbeiter im Kundenservice und Vertrieb. Ansonsten gibt es bei uns noch die Besonderheit, dass ich als Gründer und Mitglied der Geschäftsleitung von Goyago weiterhin "in the frontrow" dabei bin.

Wie läuft der Bring- und Holservice?

S. Trauth: Nach der Abstimmung eines Abholtermins per Telefon oder Mail holen wir das Rad beim Kunden ab, führen Wartungs- und eventuelle Reparaturarbeiten durch und bringen es anschließend schnellstmöglich wieder zurück zum Kunden. Im Bedarfsfall stellen wir auch gerne ein Ersatzrad. Je nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit einer Vor-Ort-Wartung oder -Reparatur. Dafür sind unsere vollausgestatteten Servicefahrzeuge mit unseren ausgebildeten Technikern im Einsatz.

Wie sind die Abo-Fahrräder versichert?

S. Trauth: Unsere Miet-Fahrräder sind direkt über uns gegen Diebstahl, Teilediebstahl und Unfallschäden versichert. Zusätzlich sind alle Räder bei uns mit einem Pannenschutzbrief ausgestattet. Damit ist sichergestellt, dass man im Pannenfall deutschlandweit direkt geholfen bekommt. Zur Diebstahlprävention statten wir die Räder außerdem mit hochwertigen Schlössern und GPS-Sendern aus. Gerade die GPS-Sender bieten nicht nur die Möglichkeit der Ortung eines Rads im Diebstahlfall, sondern auch einen Notfallassistenten. Während wir Endnutzern empfehlen, eine eigene Haftpflicht-Versicherung zu haben, raten wir Unternehmen sich mit der betrieblichen Versicherung dazu abzusprechen.

Wie viel kostet so ein Abo für ein E-Bike?

S. Trauth: Die Preise für unsere Abonnements beginnen schon bei 69 Euro brutto im Monat. Für Unternehmen entwickeln wir je nach Bedarf individuelle Lösungen.

Sind die Fahrräder personalisierbar?

S. Trauth: Unser Ziel ist, immer den Wünschen unserer Kunden gerecht zu werden. Daher bieten wir selbstverständlich auch individuell konfigurierte Fahrräder an - z.B. von Velo-de-Ville oder Riese und Müller.

Ist beim Abo wie beim Leasing eine Entgeltumwandlung möglich, falls Mitarbeiter und nicht Firma Abonnent ist?

S. Trauth: Genauso wie beim Leasing ist die Entgeltumwandlung des monatlichen Mietpreises möglich.

Wie oft werden Abo-Fahrräder getauscht?

S. Trauth: Das hängt sehr von der individuellen Nutzung und vom Einsatzgebiet ab. Wir haben beispielsweise Logistikkunden, die ihre Flotte regelmäßig an ihre jeweilige Kundenstruktur oder die zu transportierenden Güter anpassen. Es gibt aber auch Kunden die das abonnierte Rad gar nicht mehr zurückgeben wollen.

Bekommen Kunden ausschließlich neue oder auch gebrauchte?

S. Trauth: Kunden bekommen aufgrund unseres Wachstums in der Regel neue oder neuwertige Räder. Sollte ein Kunde ein Gebrauchtrad erhalten, kann er sich auch hier sicher sein, dass jedes Rad vor der Auslieferung einen umfassenden, standardisierten Sicherheitscheck beziehungsweise Inspektion durchlaufen ist und nach dem vorherigen Einsatz professionell von uns so aufbereitet wurde, dass das Fahrrad "wie neu" aussieht und absolut einwandfrei funktioniert.

Ganz herzlichen Dank für das Interview, Stefan Trauth.

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