Manche lümmeln sich auf den Fahrersitz wie auf einer Couch, andere kauern krumm und wieder andere zwängen sich wie eine Büroklammer dicht hinter das Lenkrad. Täglich sieht man falsche Sitzpositionen, dabei ist die fehlerhafte Haltung nicht nur ungesund, sondern sogar gefährlich. Denn in Notsituationen reagiert nur richtig, wer schnell und aus der richtigen Position heraus auf Lenkrad und Pedale zugreifen kann.
Der Sitz befindet sich in der korrekten Höhe, wenn die Augen des Fahrers etwa auf halber Höhe der Windschutzscheibe durch diese blicken. Alle Instrumente und auch das Verkehrsgeschehen müssen rundum gut sichtbar sein.
Auf Haltung und Sitzabstand achten
Wichtig ist auch eine aufrechte Position, bei der man mit Gesäß und Schultern Kontakt zur Rückenlehne hat. Der Kopf befindet sich nah an der Kopfstütze, was bei einem Heckaufprall die Gefahr eines Schleudertraumas und Schäden an der Halswirbelsäule minimiert. Bei der Einstellung von Höhe und Neigung des Sitzes sollte darauf geachtet werden, dass die Sitzfläche vor den Kniekehlen endet, so dass das Blut gut zirkulieren kann.
Der Sitzabstand stimmt, wenn die Beine beim Durchtreten der Pedale nicht ganz gestreckt sind. Dann kann man in Gefahrensituationen mit voller Kraft bremsen. Die Hände umgreifen das Lenkrad in der Viertel-vor-drei-Stellung, während die Arme leicht angewinkelt sind. So hat der Fahrer bei plötzlichen Ausweichmanövern alles im Griff.
Genauso wichtig wie der richtig eingestellte Sitz ist auch das Tragen des Gurtes. Dieser sollte möglichst eng am Körper anliegen, dabei aber nicht zu dicht an Oberarm und Hals entlanglaufen. Ist er falsch eingestellt oder verdreht, verfehlt er nicht nur seine Wirkung, sondern kann bei einem Unfall sogar gefährlich werden. (Adele Moser/sp-x)