Der CX-5 ist seit Jahren Mazdas wichtigstes Modell in Deutschland. Nach einer längeren Pause kommt jetzt die dritte Generation des kompakten Crossover, allerdings wieder nur mit einem Verbrennermotor. Im Sommer startet der SUV CX-6e, das zweite vollelektrische Modell von Mazda. Wir haben mit Vertriebschef Felix Gebhart über die Bedeutung der Modelle, die Strategie und die Erwartungen für den deutschen Markt gesprochen.
Mazda hat 2025 leicht Marktanteile verloren. Welche konkreten Hebel wollen Sie 2026 ansetzen, um wieder zu wachsen?
Gebhart: Der neue, im April startende CX-5 sowie der elektrische CX-6e sind die zentralen Säulen unserer Planung. Wir wollen unser Volumen von gut 40.000 Einheiten im vergangenen Jahr wieder in Richtung 50.000 Fahrzeuge steigern. Gleichzeitig dürfen wir bestehende Erfolgsmodelle nicht vernachlässigen. Mit dem CX-30 haben wir 2025 rund 13.300 Zulassungen erreicht, dieses Niveau wollen wir halten und auch künftig klar über der Marke von 10.000 Einheiten bleiben. Die ersten Monate des Jahres zeigen bereits eine positive Entwicklung bei Auftragseingang und Zulassungen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, ist das Ziel von 50.000 Fahrzeugen realistisch.
Der CX-5 ist Mazdas wichtigstes Modell. Den Vorgänger gab’s als Diesel und mit zwei bis 194 PS starken Benzinern. Das neue Modell startet nur mit einer Motorisierung. Genügt das in einem Segment, in dem fast alle Mitbewerber Modelle mit mehreren Antrieben anbieten?
Gebhart: Wir sind mit dem 2,5-Liter-Benziner mit 141 PS sehr gut aufgestellt. Kunden und Händler kennen das Aggregat bereits aus anderen Baureihen und die Rückmeldungen sind sehr positiv. Es bietet genau die Leistung, die viele Kunden im Alltag erwarten und passt sehr gut zum Charakter des CX-5. Deshalb sehe ich kein Risiko für unsere Volumenplanung 2026. Natürlich beobachten wir den Markt sehr genau, aber für den Start konzentrieren wir uns bewusst auf diese Motorisierung.
Die Bundesregierung setzt mit einer neuen E-Auto-Prämie erneut Impulse für die Elektromobilität. Bestätigt die bislang verhaltene Wirkung solcher Fördermaßnahmen aus Ihrer Sicht Mazdas Ansatz?
Gebhart: Aktuell sehen wir keine direkte Wirkung der Prämie, weil viele Details der Förderung noch unklar sind und Anträge bislang gar nicht gestellt werden können. Die Prämie bringt zunächst mehr Aufmerksamkeit für Elektromobilität, gleichzeitig weiß ein großer Teil der Bevölkerung noch gar nichts davon. Für unsere Modelle 6e und CX-6e erwarte ich deshalb kurzfristig keinen großen Schub, zumal sich die Förderung stark auf bestimmte Einkommensgruppen und eher kleinere Fahrzeugsegmente konzentriert.
Wir investieren weiterhin in effiziente, elektrifizierte Verbrenner, bieten weiterhin Diesel an und bauen parallel unser Elektroangebot aus. Viele Kunden können oder wollen heute noch nicht vollständig auf ein Elektroauto umsteigen. Der Wandel erfolgt schrittweise, und darauf richten wir unser Portfolio gemeinsam mit dem Handel aus.