Das Tankkarten-Business dürfte in 2003 etwas bunter sein als im laufenden Jahr. Grund: Neue Wettbewerber aus Russland und aus Österreich. Fakt ist, dass die beiden russischen Ölkonzerne Lukoil und Taftnet die Übernahme von 800 Tankstellen von Aral/BP in Deutschland planen. Lukoil hat bereits eine deutsche Tochter ins Leben gerufen und sie mit einem Grundkapital von einer halben Mrd. Euro ausgestattet. Lukoil, der Branchenriese aus dem Osten, ist an 460 Tankstellen von Aral und BP im Norden der Bundesrepublik sowie an der österreichischen Avanti-Kette interessiert. Lukoil-Chef Vagit Alekperov will in Deutschland bis 2007 mit dem US-Konzern Exxon-Mobil gleichziehen, der in der Bundesrepublik 1.400 Tankstellen betreibt. Das süddeutsche Tankstellennetz möchte sich der etwas kleinere russische Mineralölkonzern Taftnet aus Tatarstan einverleiben, einschließlich der Ingolstädter Raffinerie Bayern Oil. Shell-Dea hat bereits 280 Zapfstellen veräußert. 32 in Bayern sollen an die österreichische Mineralölgesellschaft OMV AG Wien gehen. OMV hätte auch gerne die BP/Aral-Tankstellen, für die Taftnet als Bieter auftritt. (zi)