Sixt will weiter Gas geben

17.04.2007 06:25 Uhr
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Ausbau des Franchise-Netzes / Privatkundengeschäft soll weiter gestärkt werden

Deutschlands größter Autovermieter Sixt will nach einem Rekordjahr weiter Gas geben. "Auch 2007 wird es Sixt gut gehen", sagte Konzernchef Erich Sixt am Dienstag in München. Neben dem Ausbau des Franchise-Netzes und der Aktivitäten in den europäischen Kernmärkten will das Unternehmen auch sein Privatkundengeschäft über neue Ferien-Mietwagen-Angebote sowie weitere Kooperationen mit Hotelketten und Fluggesellschaften weiter stärken. Außerdem lote man weitere Möglichkeiten zur Übernahme regionaler Vermieter in Großbritannien, Frankreich und Spanien aus, sagte Sixt. Konkrete Akquisitionen stünden aber derzeit nicht auf der Agenda. Den Ausbau des Franchise-Netzes will das Unternehmen vor allem in Osteuropa, Lateinamerika und in der Region Asien/Pazifik vorantreiben. Allein im vergangenen Jahr seien neun weitere Länder erschlossen worden, darunter Argentinien, Australien, Chile und Singapur. Der operative Konzernumsatz aus Autovermietung und Leasing von gut 1,2 Mrd. Euro im vergangenen Jahr (wir berichteten) soll 2007 weiter zulegen. Auch das operative Ergebnis vor Steuern von 121,6 Mio. Euro will das Unternehmen weiter steigern. Konkrete Prognosen gab Sixt aber noch nicht ab. "Ich überrasche unsere Anleger lieber angenehm." Die ersten Monate des Jahres seien aber gut gelaufen, so dass das Unternehmen vor einem weiteren Rekordjahr stehe. Voraussetzung für das erwartete Wachstum sei neben einer anhaltend positiven Wirtschaftsentwicklung auch, dass Preisanpassungen im Markt durchgesetzt werden könnten, sagte Sixt. Wie bereits im vergangenen Jahr wolle man die Preise im Schnitt um über drei Prozent anheben. Die Konkurrenz mit ihren vergleichsweise niedrigen Margen sei gezwungen, "rational zu handeln", und habe kaum Spielraum, sich Marktanteile über Preisdumping zu erkaufen. Autos mit großer Motorisierung extrem gefragt Von der Diskussion über den Klimawandel sieht sich der Autovermieter bislang noch nicht getroffen. "Der Kunde in Deutschland reagiert darauf noch nicht, Autos mit großer Motorisierung sind nach wie vor extrem gefragt", sagte Sixt. "Es wird noch lange dauern, bis der Deutsche sein Lieblingsspielzeug kleiner werden lässt." (dpa)

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