Nach der dritten Preisrunde innerhalb einer Woche sind die Preise für Benzin und Diesel auf neue Höchststände geklettert. Die Autofahrer mussten am Donnerstag im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen 1,36 Euro für einen Liter Dieselkraftstoff und 1,47 Euro für Superbenzin bezahlen, teilten Sprecher aus der Mineralölbranche in Hamburg und Bochum mit. Damit wurden alle bisherigen Preisrekorde gebrochen. Die Erhöhung um bis zu drei Cent je Liter war jedoch zunächst nicht flächendeckend zu beobachten; einzelne Anbieter warteten am Nachmittag noch ab. Es ist damit zu rechnen, dass sie noch im Laufe des Tages nachziehen. Seit Jahresbeginn hat sich der Preis für Diesel um etwa 27 Cent je Liter erhöht und für Superbenzin um 24 Cent je Liter, davon allein fast zehn Cent in den vergangenen vier Tagen. Ursache seien die steigenden Notierungen für Rohöl und am europäischen Großmarkt für Ölprodukte in Rotterdam, hieß es aus der Branche. Marktführer Aral verteidigte die Serie von Preiserhöhungen mit Hinblick auf die hohen Kosten für die Beschaffung des Treibstoffs. "Die deutschen Benzinpreise ohne Steuern gehören zu den günstigsten in Europa", sagte Unternehmenssprecher Ulrich Winkler. Zudem sei der deutsche Benzinmarkt wettbewerbsintensiv wie noch nie. Die Preiserhöhung vom Donnerstag sei bereits die 107. im laufenden Jahr, so dass bis zum Jahresende etwa 120 bis 130 Preisrunden erreicht würden. An den Tagen dazwischen sinken die Preise. Das lebhafte auf und ab an den Tankstellen sei auf den intensiven Wettbewerb zurückzuführen. (dpa)
Spritpreise: Alle Rekorde gebrochen
Ein Liter Diesel kostet derzeit im bundesweiten Durchschnitt 1,36 Euro