TomTom | Navis für die Flotte
– TomTom Business hat zwei Nachrüstnavis speziell für den Flotteneinsatz vorgestellt: „Go Business EU 45“ (218 Euro) und „Via Business EU 45“ (159 Euro). Beide tragbaren Geräte (inklusive Freisprech- und Sprachsteuerungsfunktion) besitzen eine auf drei Jahre verlängerte Garantie und passen damit in eine typische Leasinglaufzeit.
Beim „Go“-Modell erhält der Fahrer zudem in den drei Jahren die Echtzeit-Verkehrs-Infos (HD Traffic) kostenfrei dazu. Ein eigener Großkunden-Support kümmert sich um Anfragen. Updates sind für die gesamte Lebensdauer des Navis kostenlos und werden mindestens viermal jährlich angeboten.
Die 4,3 Zoll großen Helfer werden unter anderem von Wollnikom deutschlandweit verbaut und vertrieben. Weitere Vertriebspartner sind Netztechnik Schiffmann, PDA-Solutioncenter und Sanamedtec. In Österreich übernimmt diese Aufgabe Schanes und in der Schweiz der Partner Schäfer.
Becker | Neues Navi-Duo
– Ebenfalls mit zwei neuen, seit Kurzem erhältlichen Lotsen wartet der Navihersteller aus Ostfildern auf. Das „Becker Ready 50 EU20“ mit Fünf-Zoll-Display bietet Kartenmaterial für 20 europäische Länder, ein einmaliges, kostenloses Kartenupdate und weitere Funktionen wie den Fahrspurassistent Pro 3D oder den SituationScan. Kosten: 117 Euro.
Äußerlich völlig identisch und auch mit denselben Funktionen ausgestattet wie das Becker Ready 50 EU20 ist das „Becker Ready 50 EU20 LMU“. Die Investition in dessen Mehrpreis von 17 Euro (insgesamt 134 Euro) gegenüber dem kleinen Bruder lohnt sich, denn das nur geringfügig teurere Pendant bringt zusätzlich lebenslange Kartenupdates mit.
Im weiten Datenmeer
Zukunftsmusik? | Telematik in Pkw-Flotten – laut Martin Rosell wird dieses derzeit noch seltene Phänomen in den nächsten fünf Jahren Normalität.
— „Momentan nutzen gerade einmal zwei Prozent aller Pkw Telematikdienste“, stellt Martin Rosell fest. Der Geschäftsführer von WirelessCar ist ein Telematik-Profi, denn die OEM-Lösung seines Unternehmens ist in mehr als einer Million Fahrzeugen (u. a. Audi, BMW und Volvo) verfügbar.
Das Angebot des zur Volvo Group zählenden Dienstleisters wird über eine Off-Board-Anwendung namens „Telematics Service Delivery Platform“ generiert. Die Services umfassen das Tracking und die Überwachung von Fahrzeugen wie auch Notruf-, Pannen- und Conciergedienste (etwa das Türentriegeln aus der Ferne) oder Verkehrsinformation.
GM gibt Gas | Führend beim Thema Telematik ist laut Rosell General Motors (GM) mit über fünf Millionen Autos, die Datendienste an Bord haben. Bei BMW sind deutlich über eine Million Fahrzeuge verbunden und Ford setzt seit einiger Zeit auf die eigene Lösung namens „Sync“ – gut drei Millionen Fahrer sind hiermit unterwegs. Dies ist aber erst der Anfang.
„Die Ausstattungsquote wird sich in den nächsten Jahren ab 2016 rasant steigern. In ungefähr fünf Jahren wird die Mehrzahl der Neufahrzeuge die Telematikdienste automatisch an Bord haben“, rechnet der Experte vor. Dann kann nicht nur der Fahrer die Daten nutzen, sondern auch der Flottenbetreiber über die entsprechenden Schnittstellen zahlreiche Fahr-Infos erhalten.
Dies läuft dann nicht unbedingt immer per Black-Box (On Board Unit), die die mannigfaltigen Daten zum Standort oder über das Brems- und Beschleunigungsverhalten ermittelt und via Datenverbindung überträgt. Sondern kann für einfache Ortungsdienste auch über das Smartphone laufen. Entsprechende Small-Business-Anwendungen für kleinere Flotten werden in absehbarer Zeit auf den Markt kommen.
Verschleiß-Prävention | Der Fuhrparkleiter könnte künftig anhand der detaillierten Telemetrie-Daten beispielsweise Fahrweisen mit hohem Verschleißfaktor erkennen und mittels speziellen Trainings die Flottenfahrer zum schonenderen Fahrstil schulen.
Auch die Daten zum Kilometerstand, welche für den Leasinggeber und den Versicherer interessant sind, wären immer aktuell und von überall ermittelbar, sodass direkt auf Mehr- oder Minderkilometer reagiert werden kann, erklärt der Manager.
Der Fahrer ist wichtig | Von den Versicherungen über die Riskmanager bis zu den Flottenchefs haben also viele Akteure Interesse an den Telematikdaten. Wie viel vom Datenmeer – aufgezeichnet von mobilen Geräten und anwenderfreundlich aufbereitet – dann wirklich nutzbar ist, wird die Zeit zeigen.
Eines ist indes heute schon wichtig: Jede Flotte muss ihre Fahrer davon überzeugen, dass die Ermittlung des jeweiligen Fahrprofils auch ihnen hilft. | R. Swantusch