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Ausgabe 03/2016

Der mobile Ballsaal

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© AUTOFLOTTE

Der Nippon-Kombi gibt sich äußerlich kantig-aufregend und ist im Inneren ein typischer Großräumer. Viel Platz, gute Übersicht und die markentypischen Helferlein an Bord sprechen für den Auris.

_ Wer tanzt, braucht Übersicht und Koordination. Der T oyota Auris Touring Sports 1,6-Liter-D-4D Comfort bietet beides. Dennoch neigt der Japaner bisweilen zum leichten ungewollten Tänzeln auf schnellen Passagen mit Bodenwellenkontakt, was das gute Testurteil ein wenig trübt. Aber der Reihe nach.

Interieur

Sachlich, praktisch geht es im Inneren des Kombis, der sich erst im Herbst aufgefrischt hat, zu. Der Mix aus Hartplastik, Stoff und Dekoelementen ist stimmig. Ob er die raue Welt der Dienstwagenfahrer dauerhaft makellos übersteht, wird sich zeigen. Das aufgeräumte Dashboard gönnt sich mit den runden und den rechteckigen Lüftungsdüsen eine kleine Verspieltheit, die das kantige Wesen des Außendesigns (Schürze, Scheinwerfer, Rückstrahler) auch an den Arbeitsplatz des Fahrers bringt. Der Testwagen fuhr mit Handschalter (sehr leichtgängig) und einer klassischen Feststellbremse vor. In manchen Parksituationen reichte es nicht, diese nur halb anzuziehen, sonst wäre der 4,60 Meter lange Kombi trotz nur leichtem Gefälle ungewollt ein wenig zurückgerollt. Zupacken also.

Ausstattung

Für den Fahrer erweist sich der Touring Sports als absolut helfende Hand. Dem Spurhalte-Assistenten, der Verkehrszeichenerkennung und der großen Rückfahrkamera kann man bedenkenlos vertrauen. Das Bild aus dem Heck wird auf dem 4,2 Zoll großen Farbdisplay widergespiegelt und wirkt leider durch die glänzende Oberfläche bisweilen auch etwas verspiegelt. Der Bordcomputer ist sehr auskunftsfreudig und kommentiert selbst, wenn das Start-Stopp-System inaktiv ist, da gerade die Batterie geladen wird. Dafür bleiben auch absolut wichtige Infos nicht unerwähnt wie jene, dass die Frontkamera aufgrund der vereisten Scheibe nicht funktioniert und damit der Auffahrwarner kurzzeitig außer Betrieb ist. Die Menüführung ist bedienerfreundlich, auch wenn beide Plastik-Steuerkreuze am Lenkrad ein wenig labil wirken. Für die Konnektivität gibt es das Touch-2-System sowie die Option, einen Hotspot einzurichten (832 Euro Aufpreis).

Fahrverhalten

Unter der klassischen Dieselanfahrschwäche leidet auch der 1,6-Liter-Selbstzünder. Wem dessen 112 PS nicht reichen, der kann den Hybriden (136 PS) ordern. Ob der Auris mit Doppelherz sich auch so leicht aufschaukelt wie das Diesel-Pendant, bleibt offen. Die Neigung zum leichten Wanken bei schneller Fahrt samt Bodenwellenkontakt oder bei einem schnellen Spurwechsel bringt der Selbstzünder aber mit. Entschädigt wird man mit einer sehr guten Übersichtlichkeit und Stauraum. 530 Liter bis 1.658 Liter sind es - was weniger ist als beim Octavia Kombi (480 bis 1.740), aber mehr als beim Golf Variant (424 bis 1.620 Liter).

Verbrauch

Mit 5,7 Litern kommt der Kombi im Test aus, wobei zwei Drittel der Strecke über Autobahnen ging. Mit 21.084 Euro, die für das mittlere Niveau Comfort aufgerufen werden, beträgt der Kombi-Zuschlag gut 1.000 Euro. Das empfehlenswerte Business-Paket für den Comfort schlägt mit 1.261 Euro zu Buche.

Details

Stärken & Schwächen

Viel Platz und sehr gute ÜbersichtAufgeräumtes CockpitViele Infos zum Fahrzeug und hilfreiche Assistenten an BordDer Kombi mit den 16-Zöllern schaukelt sich gern aufDieselanfahrschwächeSchwache Handbremse

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