Stellantis ruft 140.000 Fahrzeuge zurück: Ungewollte Türverriegelung

17.06.2026 10:47 Uhr | Lesezeit: 3 min
Peugeot E-3008 (2024)
Die Ursache ist bei allen betroffenen Modellen identisch: Eine Störung im sogenannten Vehicle Supervision Module (VSM) kann dazu führen, dass die Innentürgriffe "zufällig und unerwartet" deaktiviert werden.
© Foto: Markus Heimbach/Peugeot für Autoflotte

Bei mehreren Baureihen von Peugeot (5008, 308, 3008, 408) gibt es Probleme mit der Türverriegelung: Das Kraftfahrt-Bundesamt untersucht den Fall. Auch Opel und Citroën sind betroffen.

Die Problematik ist markenübergreifend: Gleich mehrere Modelle von Peugeot, Opel und Citroën müssen wegen einer Fehlfunktion in die Werkstatt. Ursache ist in allen Fällen eine fehlerhafte Software, die dazu führen kann, dass sich Innentürgriffe deaktivieren. Für Insassen besteht im Ernstfall das Risiko, das Fahrzeug nicht mehr eigenständig verlassen zu können.

Eine Störung im sogenannten Vehicle Supervision Module (VSM) kann dazu führen, dass die Innentürgriffe „zufällig und unerwartet“ deaktiviert werden. Das Steuergerät übernimmt zentrale Überwachungs- und Steuerungsfunktionen im Fahrzeug – entsprechend kritisch ist eine Fehlfunktion. Das Gros der betroffenen Fahrzeuge geht auf Peugeot zurück. In Deutschland müssen sich rund 12.000 Halter auf eine Nachbesserung via OTA einstellen. Laut KBA sind bislang keine Sach- oder Personenschäden bekannt geworden.

Eckdaten zum Rückruf

  • Hersteller: Peugeot, Citroën, Opel
  • Modelle: Peugeot: 5008, 308, 3008, 408; Citroën: C5 X; Opel: Astra, Grandland
  • Produktionszeitraum: 
    Peugeot: 09.10.2023 – 12.02.2026
    Citroën: 14.12.2022 – 09.02.2026
    Opel: 11.07.2023 – 04.07.2024
  • Rückrufgrund: Fehlfunktion der VSM-Software (Vehicle Supervision Module)
  • Risiko: Deaktivierung der Innentürgriffe – Insassen können Fahrzeug ggf. nicht verlassen
  • Maßnahme: Software-Update des Steuergeräts
  • Betroffene Fahrzeuge weltweit: 142.708
    Peugeot: 110.065
    Citroën: 6.633
    Opel: 26.010
  • Betroffene Fahrzeuge in Deutschland: 13.285
    Peugeot: 12.864
    Citroën: 404
    Opel: 17
  • KBA-Referenznummern: Peugeot: 16644R; Citroën: 16645R; Opel: 16647R
  • Hersteller-Rückrufcodes: Peugeot: M4B; Citroën: GX2; Opel: KWB
  • Status: Rückruf in Untersuchung / behördlich überwacht

Software-Update in der Werkstatt

Die Abhilfemaßnahme ist vergleichsweise unkompliziert. In den Vertragswerkstätten wird die Software des VSM aktualisiert, um die Fehlfunktion zu beseitigen. Zur Dauer des Werkstattaufenthalts liegen keine offiziellen Angaben vor. Erfahrungsgemäß dürfte der Eingriff jedoch schnell erledigt sein und keinen längeren Aufenthalt erfordern.

Betroffene Fahrzeughalter sollten sich direkt an den Hersteller oder eine Vertragswerkstatt wenden. Wichtig ist die Angabe des jeweiligen Rückrufcodes: Peugeot (M4B); Citroën (GX2); Opel (KWB)


Die häufigsten Rückrufe der Automarken 2025

Hyundai Tucson N Line Bildergalerie


Die exklusive asp Rückruf-Datenbank

Immer öfter starten Automobilhersteller und Importeure Rückrufaktionen, aber nicht immer wissen Kunden und Werkstätten davon. Unsere Datenbank schafft Abhilfe und die Bedienung ist ganz einfach: Mit Hilfe der Markenlogos können Sie nach einem bestimmten Fabrikat suchen. Geht es um einen Exoten oder ein bestimmtes Modell bzw. Fehlerbild, dann nutzen Sie bitte unsere Volltextsuche. Zudem können Sie dort auch Zeiträume eingrenzen.

Sie wissen von einem Rückruf, der hier nicht verzeichnet ist? Dann mailen Sie uns einfach: autoservicepraxis@tecvia.com

MEHR RÜCKRUFE

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.