suchen
Audi R8 Facelift

Das Hubraummonster bleibt

7
1180px 664px
Anfang 2019 bringt Audi den R8 mit leicht aufgefrischter Optik in den Markt.
©

Downsizing oder E-Antrieb? R8-Freunde haben sich auf alles gefasst gemacht. Doch anders als in der Gerüchteküche kolportiert, bleibt die Flunder auch die nächsten Jahre ein wilder Saugmotor-Renner mit extragroßem Herz.

Von Mario Hommen/SP-X

2015 errichtete Audi in Heilbronn eine feine Hightech-Manufaktur für die R8-Prouktion, in der seither rund 500 Mitarbeiter mit vergleichsweise viel Handarbeit das sportlichste Aushängeschild der VW-Tochter bauen. Bereits jetzt werden dort die ersten Rasserenner nach neuem Zuschnitt montiert, der sich vom alten allerdings nur in Details unterscheidet. Im ersten Quartal 2019 bringen die Herren der Ringe die zweite R8-Generation in dieser leicht verfeinerten und geschärften Version auf den Markt.

Fans dürfen noch einmal aufatmen, denn wie Linda Kurz, Leiterin Produktmarketing Sportwagen, mit einem Fingerzeig auf das V10-Signet im Kotflügel betont, werden weiterhin zehn fast schon unzeitgemäß anmutende Saugzylinder im Heck für brachialen Vortrieb sorgen. Das in einigen Medien angekündigte V6-Downsizing kommt also nicht. Stattdessen hat Audi beiden Varianten des 5,2-Liter-Benziners eine kleine Kraftkur gegönnt, dank der die Basisversion künftig 419 kW / 570 PS statt 397 kW / 540 PS leistet und ein um zehn auf 550 Newtonmeter angehobenes Drehmoment bietet.

Die stärkere Version, die künftig "Performance" statt "Plus" heißen wird, legt sogar um 20 auf 580 Newtonmeter zu, während die Leistung von 449 kW / 610 PS auf 456 kW / 620 PS wächst. Längsdynamisch können damit alle Varianten ein Schippchen obendrauf legen: Coupé wie auch Spyder werden um jeweils ein km/h schneller, während sich die jeweiligen Sprintzeiten auf 100 km/h um je eine Zehntelsekunde verkürzen. Im Fall des Coupé Performance heißt das: 3,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und 331 km/h Topspeed.

Bildergalerie

Fahrwerksänderungen

Doch das sind Papierwerte, entscheidender für Performance-Freunde könnten die Fahrwerksänderungen sein, die laut Alessandro Vergine, Technischer Projektleiter R8, eine präzisere Lenkung und ein besser regelndes ESP bescheren. Während die serienmäßigen 19-Zoll-Räder weiterhin Pirelli-Reifen tragen, bekommen die optionalen 20-Zoll-Räder neue Michelin-Pneus, die im Zusammenspiel mit dem neuen ESP-Setup einen aus Tempo 100 um 1,5 und aus 200 km/h sogar fünf Meter kürzen Bremsweg ermöglichen sollen. Doch nicht alle Neuerungen sind fahrdynamisch von Vorteil: Ein neuer Partikelfilter treibt das Gewicht versionsabhängig um 15 bis 20 Kilogramm nach oben.

Auch optisch verspricht der R8 mehr Performance, denn Front und Heck wirken dank Detailarbeit breiter und aggressiver. Unter anderem sorgt dafür ein modifizierter Kühlergrill, der auf den bisherigen Chromrahmen verzichtet und ein neues Gitter trägt. Schmale Lüftungsschlitze in der Fronthaube oberhalb des Kühlergrills, eine Referenz an Audis Ur-Quattro, oder die jetzt von einem Steg geteilten Luftöffnungen unterhalb der Scheinwerfer verleihen dem Auftritt zusätzliche Schärfe. Schließlich verschaffen schwarze Einschübe den Scheinwerfern etwas mehr Geltung. Der Spyder hat zudem eine zusätzliche Entlüftungsfläche im Heckbereich erhalten. Dort lugen wie beim Coupé künftig wieder ovale statt eckige Auspuffendrohre aus dem modifizierten Heckdiffusor, bei denen es sich allerdings wie bisher um Blenden handelt, hinter denen sich, sofern man sich tief genug hinunterbeugt, die wahren Auspuffendohre zeigen.

Künftig kann der Kunde zwischen drei Optikpaketen wählen: Titan (Serie beim Performance), schwarz glänzend oder Carbon glänzend. Optional besteht die Möglichkeit, die Audi-Ringe auf der Motorhaube sowie die V10-Signets auf den vorderen Kotflügeln in Schwarz statt verchromt zu bekommen. Das sieht besonders schick in Kombination mit der neuen Speziallackierung Kemoragrau aus, die erst bei bestimmtem Lichteinfall ihren Metallic-Glanzeffekt recht eindrucksvoll zum Besten gibt. Farbliche Neuerungen bietet auch der Innenraum. Künftig kann der Kunde für diesen die Farben Pastellsilber mit felsgrauen Kontrastnähten, Palominobraun mit stahlgrauen Nähten und Schwarz mit utopiablauen Nähten bestellen. Preise nennt Audi noch keine, doch sollen sich diese auf dem Niveau der Vorfacelift-Version bewegen. Diese liegen bei 139.495 Euro nettto (Coupé) und 150.420 Euro netto (Spyder).

Bildergalerie

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Facelift:

Modellplaner


Autoflotte Flottenlösung

AUDI AG Verkauf an Großkunden

I/VE-D16
85045 Ingolstadt

Tel: 0841/89-0


Web: www.audi.de/grosskunden


Fotos & Videos zum Thema Facelift

img

Bentley Bentayga (2021)

img

VW Tiguan (2021)

img

Ford F-150 (2021)

img

VW Arteon / Arteon R (2021)

img

BMW M5 (2021)

img

Seat Ateca (2021)


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Erste Probefahrt im neuen VW-Transporter

Caddy cool

VW Nutzfahrzeuge schickt Ende des Jahres die Neuauflage des Caddy an den Start. Die fünfte Generation basiert auf der MQB-Plattform des Golf 8. Dies macht den kleinen...


img
Leaseplan Mobilitätsmonitor

Datenschutz steht ganz oben

Die Vernetzung moderner Fahrzeuge verändert auch die Themen, die Autofahrer heute bewegen. So hat der Schutz von Fahrzeug- und persönlichen Daten für viele in Deutschland...


img
Chaos um StVO

Neue Raser-Regeln bundesweit außer Vollzug

Wegen eines Formfehlers werden neue Raser-Regeln vorerst nicht geahndet. Bund und Länder müssen nun klären, wie es mit der neuen Straßenverkehrsordnung weitergeht...


img
Cupra el-Born kommt 2021

Stark-Stromer

Cupra ist die emotionale Marke im VW-Konzern. Diese soll Fahrspaß auch im E-Zeitalter vermitteln. Zumindest das erste rein elektrische Serienmodell, der El-Born,...


img
Renault Master Z.E.

Auch als Fahrgestell elektrisch

Neben Kastenwagen und Plattform-Fahrgestell ist der Renault Master Z.E. nun auch als normales Fahrgestell für Aufbauhersteller zu haben.