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Gebrauchte Dieselfahrzeuge überregional vermarkten

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Der Abgas-Skandal hat die Vermarktung von gebrauchten Euro-5-Dieselfahrzeugen deutlich erschwert.
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Die Preise gebrauchter Dieselfahrzeuge leiden weiterhin unter den Folgen des Abgas-Skandals. Auch Fuhrparkverantwortliche stehen vor diesem Problem. BCA empfiehlt eine überregionale Vermarktung.

Rund zwei Millionen gebrauchte Dieselfahrzeuge werden derzeit Jahr für Jahr in Deutschland gehandelt. In Zeiten von "Diesel-Gate" und ähnlichen Diskussionen mit großem Wertverlust. Der Bundesverband freier Kfz-Händler geht davon aus, dass sich die Preise um zehn bis 20 Prozent nach unten bewegen.

Auch Fuhrparkverantwortliche tun sich laut BCA in der Vermarktung aktuell schwer und erzielen für zwei bis drei Jahre alte Euro-5-Diesel der gehobenen Mittelklasse nur noch Kaufpreise, die bis zu 5.000 Euro unter den allgemein gültigen Schätzwerten liegen. Hinzu komme ein anderes Problem: Immer wieder hörten Flottenmanager aus dem Kollegenkreis, dass die Forderungen für Minderwerte bei der Rückgabe von Euro-5-Dieselfahrzeugen mit Kilometervertrag signifikant stiegen. Jeder Kratzer, die kleinste Delle, die gewöhnlichen Abnutzungen im Innenraum und andere, selbst winzige Mängel würden dem Kunden erhöht berechnet.

Effiziente Lösungen zur Vermarktung gebrauchter Dieselfahrzeuge seien daher gefragt. Hilfreich erscheint nach BCA-Angaben vor allem ein regional übergeordneter Ansatz. Denn die Preise sänken nicht allerorts gleichermaßen. In Berlin falle beispielsweise der Wert eines Dieselfahrzeugs aus den Erstzulassungsjahrgängen 2009 bis 2012 gegenwärtig um 11,2 Prozent pro Jahr, in München um 19,7 Prozent und im vieldiskutierten Stuttgart sogar um 20,3 Prozent.

Gleichzeitig steige die Anzahl der sogenannten Standtage, also der Zeit, in der das Fahrzeug bis zum Wiederverkauf beim Händler steht, um bis zu 21 Prozent. Es dauere demnach deutlich länger, bis ein gebrauchter Diesel einen neuen Besitzer finde.

Chancen in ländlichen Regionen

Doch es gibt, so BCA, auch Chancen in der Vermarktung von gebrauchten Dieselfahrzeugen. Gerade in ländlichen Regionen seien die preislichen Ausschläge nach unten bei weitem nicht so hoch wie in den Zentren größerer Städte. Auch international gebe es unterschiedliche Nachfragestrukturen. "Entgegen der allgemeinen Annahme, werden Dieselfahrzeuge im gewerblichen Bereich nicht per se nach Osteuropa verkauft – auch wenn der Anteil gestiegen ist. Die inländischen Verkäufe halten immer noch einen beträchtlichen Anteil", sagt David Sultzer, Head of Sales Demand bei BCA Deutschland. Daher könnte die überregionale Vermarktung gebrauchter Fahrzeuge mit Dieselmotoren für viele gewerbliche Anbieter ein erfolgreicher Ansatz sein.

"Mit unserem überregionalen und internationalen Vermarktungsansatz haben wir unseren Kunden bereits gezeigt, dass wir ein verlässlicher Partner sind, der sie auch in schwierigen Situationen begleitet. Die Marktlage rund um den Diesel war und ist für viele unserer Kunden auch ein großes finanzielles Risiko. Wir haben es geschafft, die vorhandene (Diesel-)Nachfrage und das Angebot auf dem BCA Marktplatz zusammenzubringen.", fügt Sultzer hinzu. (red)

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