suchen
BVF-Statement zu Plänen Scheuers

Deutschland bitte zuerst

1180px 664px
BVF-Geschäftsführer Axel Schäfer wünscht sich, dass erst einmal im eigenen Land gehandelt wird.
©

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forciert ein europaweites einheitliches Bezahlsystem fürs Stromladen und Wasserstofftanken. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement (BVF) appelliert, sich erst einmal um die Herausforderungen im eigenen Land zu kümmern.

Auf einer virtuellen Konferenz diskutierten Vertreter der EU-Kommission, der EU-Mitgliedstaaten, von europäischen Interessenvertretungen und der Industrie Anfang September über die Anforderungen einer europaweit verlässlichen und nutzerfreundlichen Infrastruktur und dem dazugehörigen einheitlichen Bezahlsystem. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forciert diese Idee. Er erklärte anlässlich der Konferenz, alleine mit der Elektrifizierung des Verkehrs könnten Millionen Tonnen an CO2 eingespart werden. Zwingende Voraussetzung dafür sei ein gut ausgebautes und grenzüberschreitendes Ladenetz in Europa, das unkompliziertes und schnelles Nachladen garantiere.

"Wir begrüßen ja diesen europaweiten Ansatz unseres Verkehrsministers, schön wäre es aber im ersten Schritt, wenn das hier in Deutschland schon mal funktionieren würde", so Axel Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF). Denn nach wie vor seien die derzeitigen Abrechnungsprozesse und Tarifgestaltungen an öffentlichen Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Deutschland für Unternehmen, die einen Fuhrpark betreiben, katastrophal.

"Wir haben den Eindruck, dass bevor die notwendigen Umsetzungen hier in Deutschland losgehen, zuerst nach Europa gerufen wird. Dann kann man sich im Heimatland erst mal wieder hinlegen", fürchtet Schäfer. Die Kosten müssten die Unternehmen tragen und je länger das dauere, desto mehr schade das den deutschen Unternehmen – mit Auswirkungen auf Ertrag, Arbeitsplätze, Innovationsgeschwindigkeit und Klimaschutz

Laut BVF wäre eine europaweite Harmonisierung des Bezahlsystems an den Ladestationen begrüßenswert, aber im Inland sei sie dringend notwendig und könne nicht in die europäische Bürokratie für die nächsten Jahre verschoben werden. "Das ist das, was wir ernsthaft befürchten. So muss das Thema in Deutschland vor der nächsten Wahl nicht mehr umgesetzt werden. Europa ist ja am Zug", warnt Schäfer. Deswegen hoffe der Verband, dass er diese Information insoweit missverstanden habe und das Bundesministerium erstmal oder parallel vor der eigenen Haustür ein Vorzeigesystem installiere, an dem sich alle anderen EU-Mitglieder ein (positives) Beispiel nehmen könnten. (red)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema BVF:





Fotos & Videos zum Thema BVF

img

23. Verbandsmeeting des BVF

img

BVF-Meeting 2017


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Alternative Kraftstoffe

DKV tritt eFuel Alliance bei

Der Mobilitätsdienstleister unterstützt ab sofort die Initiative, die sich für den Ausbau und die Förderung der weltweiten Produktion von synthetischen Kraftstoffen...


img
Fahrbericht VW Caddy

Hübscher Kasten mit High-Tech

Volkswagen hat sein Vielzweck-Auto Caddy komplett erneuert. Der auch bei Familien und Freizeitsportlern beliebte Hochdachkombi ist jetzt eng mit dem aktuellen Golf...


img
"Echter Durchbruch"

Dienstrad-Leasing ab sofort auch für kommunale Angestellte

Die Tarifeinigung im öffentlichen Dienst macht es möglich: Angestellte von Kommunen können ab sofort im Zuge einer Dienstrad-Nutzung Bestandteile ihres monatlichen...


img
Fahrbericht Land Rover Defender 90

Kurz und gut

Ikonen zu erneuern gelingt. Selten. Fiat hat es mit dem 500 geschafft. Mini hat mittlerweile einen Maxi samt Familie. Nun könnte der kurze Defender schmecken – selbst...


img
Vertriebspartnerschaft

Reiff und Webfleet Solutions kooperieren

Die beiden Bridgestone-Töchter bündeln ihre Kompetenzen bei Reifen und Telematik. Gewerbliche Flottenkunden sollen künftig von einem breiteren Beratungsangebot profitieren.