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Corona-Krise

Bessere Luftqualität durch weniger Verkehr

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In der Corona-Krise hat sich die Luftqualität in einigen Städten verbessert.
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In einigen größeren Städten ging die Belastung mit Stickoxiden in der Corona-Krise zurück, weil weniger Autos unterwegs waren. Eine Analyse des DWD zeigt auch den starken Einfluss des Wetters auf die Messwerte.

Der geringere Autoverkehr in Städten während der Corona-Krise hat sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) stark auf die Belastung mit gesundheitsgefährdenden Stickoxiden ausgewirkt - auch wenn das an Messdaten nicht immer abzulesen war.

Wenn man meteorologische Einflüsse abtrenne, zeige sich für die Zeit vom 23. März bis zum 19. April in 48 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern eine Verbesserung der Luftqualität durch den Lockdown um etwa 30 Prozent für Stickoxide (NOx), teilte der DWD am Freitag mit.

Eine zu hohe Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) ist in vielen Städten der Grund für Diesel-Fahrverbote oder Geschwindigkeitsbegrenzungen. Neben Diesel-Abgasen nimmt auch das Wetter erheblichen Einfluss auf die Messwerte. Maßgeblich für den EU-Grenzwert ist allerdings der Jahresmittelwert, er darf 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft eigentlich nicht überschreiten. Im vergangenen Jahr lagen noch 25 Städte über diesem Grenzwert.

Der Wetterdienst hat mit Hilfe des Umweltbundesamts NOx-Daten aus den Jahren 2015 bis 2020 mit den ersten beiden vierwöchigen sogenannten Lockdown-Phasen in der Corona-Krise verglichen. In den ersten vier Wochen bis 19. April nahmen die Stickoxid-Konzentrationen an Werktagen demnach um 31 plus/minus acht Prozent gegenüber einem erwarteten Verlauf ohne Lockdown ab. Bei Stickstoffdioxid, das besonders im Fokus steht, waren es 22 plus/minus sechs Prozent. In der zweiten Phase des Lockdowns waren die Minderungen bedingt durch die wieder zunehmende Verkehrsaktivität schwächer.

"Vor allem die beiden meteorologischen Parameter Wind und Temperatur beeinflussen die Konzentration der Stickoxide und damit der Luftqualität entscheidend", erklärte DWD-Experte Christian Plaß-Dülmer. "Die Crux war, dass allein aus den Konzentrationsverläufen der Lockdown-Effekt nicht herauslesbar war, da er durch die gleichzeitig sich umstellende Wetterlage quasi verschleiert wurde." (dpa)

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