suchen
Corona-Krise

Verbände verärgert über schleppende Kfz-Zulassung

1180px 664px
Schleppende Kfz-Zulassungen sind in der Corona-Krise zu einem ernsten wirtschaftlichen Problem der deutschen Autobranche geworden.
©

Deutschlandweit hapert es in der Corona-Krise in puncto Kfz-Zulassung. VDA, VDIK und der ZDK haben am Montag gemeinsam an die Politik appelliert, Abhilfe zu schaffen.

Schleppende Kfz-Zulassungen sind in der Corona-Krise zu einem ernsten wirtschaftlichen Problem der deutschen Autobranche geworden. In einem gemeinsamen Appell haben die Verbände der Hersteller und des Kfz-Gewerbes -  VDA, VDIK und der ZDK - am Montag die Länder und Kommunen aufgefordert, die oft mehrere Wochen langen Bearbeitungszeiten schnell wieder zu verkürzen. Auch müsse das digitale Zulassungssystem "i-Kfz" rasch und umfassend eingeführt werden.

Nach Darstellung der Verbände sind die rechtlichen Voraussetzungen für das Digitalverfahren im Oktober 2019 geschaffen worden. Es soll Erstzulassungen und Umschreibungen von Fahrzeugen ohne Vorortbesuche ermöglichen. In der Praxis seien die entsprechenden Online-Portale der Zulassungsstellen in vielen Fällen aber noch nicht vorhanden oder für Kunden nicht auffindbar, arbeiteten fehlerhaft oder ein vollständiger Zulassungsprozess sei nicht möglich, so die Kritik.

VDIK-Präsident Reinhard Zirpel erklärt: "In dieser ohnehin extrem schwierigen wirtschaftlichen Lage darf die Situation bei den Behörden nicht zusätzlich zum konjunkturhemmenden Faktor werden." Länder und Kommunen müssten jetzt dafür sorgen, dass die Zulassungsstellen bundesweit so schnell wie möglich wieder effizient arbeiten können. "Denn lange Wartezeiten bremsen die Kaufbereitschaft und verhindern damit, dass sich die Automobilbranche schnell und nachhaltig erholen kann."

Als Dienstleister der Bürger sehen

"Es ist nicht nachvollziehbar, dass Zulassungsbehörden in dieser Situation und im Zeitalter der Digitalisierung nicht in der Lage sind, digitale An- und Ummeldeverfahren rasch umzusetzen", sagt ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. "Unsere Händler können den Kunden nicht erklären, weshalb sie etliche Wochen warten sollen, bis sie ihr fahrbereites Fahrzeug endlich nutzen können." Die Behörden sollten sich laut Karpinski als Dienstleister der Bürger sehen und dafür sorgen, dass die Bearbeitungszeiten rasch wieder kürzer werden. "Außerdem sollten sie sich um eine umfassende Implementierung des 'i-Kfz'-Verfahrens kümmern“, fordert der ZDK-Präsident.

Die tausende Fahrzeuge, die derzeit bei den Händlern stünden und nicht zugelassen würden, bindeten Kapital, das der Kfz-Handel in der aktuellen Situation dringend für das wirtschaftliche Überleben benötige. Hinzu kämen vor allem in Großstädten hohe Standkosten. Der dadurch auf der Branche lastende Druck erhöhe das Risiko von Insolvenzen im Automobilhandel und stelle eine Nachfragebremse da. (dpa, ah)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Corona-Krise:





Fotos & Videos zum Thema Corona-Krise

img

Neuzulassungen - die Krisengewinner

img

Stimmungsbild Fuhrpark-Branche - Leasinggeber und Finanzierer

img

Autokinos

img

Onlinevertrieb Carwow Tipps


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Scheuer

"Digitaler Führerschein" soll kommen

Gefragt nach dem Führerschein bei einer Polizeikontrolle einfach nur das Smartphone zücken? Das könnte in Deutschland schon bald Realität werden. Was hierzulande...


img
Fünf Fragen zum Thema

Telematikbasierte Versicherung

Bis zu 30 Prozent Ersparnis. Das ist eines der ersten Versprechen, welches man liest, wenn man das Internet nach telematikbasierten Versicherungen durchforstet....


img
Fahrbericht Mercedes S-Klasse

Schwebend durch Schwaben

In anderen Zeiten hätte diese neue S-Klasse wohl einen Tanz ums goldene Auto-Kalb ausgelöst. Doch die Zeiten sind nicht mehr so. Ein fantastisches Auto und Ausweis...


img
Toyota Mirai

Fortschrittliche Größe

Die zweite Generation des Toyota Mirai sieht nicht nur schicker aus als die erste, sie ist auch günstiger und kommt weiter.


img
Podcast Autotelefon

Sparwunder oder Mogelpackung auf Rädern?

Stefan Anker und Paul-Janosch Ersing unterhalten sich im Autotelefon-Podcast am Telefon über kleine und große Autos und alles, was dazu gehört. Die beiden Journalisten...