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Borgward visiert Comeback bis Jahresende an

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IAA-Premiere: Borgward enthüllte eine Neuinterpretation seines legendären Modells Isabella aus den 1950er Jahren.
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Bewährte Fahrzeugkonzepte sollen die legendäre Automarke bei ihrer Rückkehr nach Deutschland beflügeln. Im Vertrieb und Service geht man innovativere Wege.

Der chinesisch-deutsche Autobauer Borgward will bis Ende des Jahres auch in Deutschland ein Comeback wagen. Die ersten Fahrzeuge sollen im vierten Quartal an Kunden ausgeliefert werden, wie der Vorstandsvorsitzende Ulrich Walker am Dienstag auf der IAA ankündigte. Es handelt sich um eine limitierte Edition des SUV BX7. Später dann sollen die Modelle BX7, BX5 und BX6 folgen, vorerst als Benziner.

"Aufgrund der ständigen Nachfrage seitens unserer Kunden, aber auch um unsere Marke und unsere Produkte sichtbar zu machen, haben wir uns entschlossen, zunächst mit der Benzinversion des BX7 und des BX5 auf den Markt zu kommen", sagte Walker. Es bleibe aber weiterhin das Ziel, mit dem Start der Fertigung in Bremen primär Elektrofahrzeuge zu verkaufen.

Bei Vertrieb und Service will Borgward neue Wege gehen. So sollen Fahrzeuge verstärkt über das Internet verkauft werden. Als ersten Online-Händler für Deutschland präsentierte das Unternehmen in Frankfurt die Plattform Sixt Neuwagen. "Die Vereinbarung mit Sixt Neuwagen entspricht unserer Vorstellung von einem modernen Vertrieb, der den Fokus auf Kundennähe und damit auch Kundenzufriedenheit legt", erklärte Vertriebs- und Marketingvorstand Tom Anliker. Im Service prüfe man momentan eine Zusammenarbeit mit der Werkstattkette ATU.

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"Wir halten unsere Versprechen"

Borgward hatte vor zwei Jahren auf der IAA bereits seine Rückkehr auf den deutschen Markt innerhalb der nächsten zwei Jahre angekündigt. Walker: "Wir halten unsere Versprechen." In China und anderen Ländern ist man schon aktiv. Seit Jahresbeginn habe das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro erzielt, sagte der Manager. Mittelfristig wolle Borgward schwarze Zahlen schreiben. Aktuell arbeiten mehr als 5.000 Menschen für den Konzern.

Borgward gehörte einst zu den bekanntesten Autoherstellern Deutschlands und ging 1961 pleite. Im heutigen Daimler-Werk in Bremen-Sebaldsbrück rollten bis Anfang der 1960er Jahre jährlich bis zu 100.000 Fahrzeuge vom Band. Borgwards Enkel Christian belebte die Marke 2015 wieder. Hauptaktionär und alleiniger Investor ist der chinesische Lastwagenbauer Foton.

Isabella modern interpretiert

Zum Auftakt der diesjährigen IAA enthüllte Borgward eine Neuinterpretation seines legendären Modells Isabella aus den 1950er Jahren. Die Isabella Concept zeige die zukünftige Ausrichtung des gesamten Unternehmens hinsichtlich Design-DNA und Antriebstechnologie, betonte Designchef Anders Warming. Die wesentlichen Merkmale des fünf Meter langen Viersitzers: Elektromotor, wegweisenden Interieur- und Bedienkonzept sowie digitale Vernetzung. (rp/dpa)

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