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Fahrbericht Mercedes V-Klasse

"V" wie Visitenkarte

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Neu ist der Zweiliter-Vierzylinder (OM 654) mit 163, 190 oder 239 PS.
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Die V-Klasse startet aufgefrischt und mit einem neuen Diesel in drei Leistungsstufen ins fünfte Jahr. Im Käuferfokus: Firmenwagenfahrer, die Autos auch als Visitenkarte verstehen.

Die meisten Firmenwagennutzer wollen das maximal Mögliche aus ihrem Fahrzeug rausholen, um den Anforderungen im Business und im Privatleben gerecht zu werden. Die Mercedes V-Klasse befriedigt viele "Bedürfnisse". Der Benz sieht fein aus, ist gut gemacht und bietet neben Platz auch Status. Um den zu festigen, modernisiert Daimler den Großraum-Van nach gut vier Jahren. Designfrische an der Front (je nach ­Ausstattungslinie) ist das äußere Erkennungszeichen. Die deutlich größeren ­Gittereinsätze unterstützen die nun ausschließlich doppelt aufgeladenen Motoren.

Drei neue Diesel

Für alle, die es interessiert: Eine Elektro-Version folgt später im Jahr. Bis dahin dieselt es unter der Haube. Damit das nicht irgendwann im Fahrverbotsdilemma endet, steuert Mercedes vehement gegen: Hoch- und Niederdruck-Abgasrückführung einschließlich Kühlung, Dieseloxidationskatalysator (DOC) zur Verminderung der Emission von Kohlenmonoxid (CO) und unverbrannten Kohlenwasserstoffen (HC), Partikelfilter mit SCR-Katalysatorfunktion (sDPF), SCR-Katalysator (selektive katalytische Reduktion) zur Reduktion von Stickoxiden. Zudem wird dem Abgas vor dem sDPF Adblue zugemischt. Ein zusätzlicher SCR-Katalysator mit Ammoniak-Sperr-Katalysator (ASC) ist im Abgasstrang angebracht. Verstanden? Nein? Gut. Wir auch nicht so ganz.

Solch Aufwand verteuert das Automobil (nicht nur bei Daimler) und verkompliziert die Technik. Mit all der Technologie kommen auch immer mehr Kilogramm ins Fahrzeug. Das bedeutet bei der V-Klasse ein Realgewicht von mehr als 2,2 Tonnen wie im Falle des V220d. Bereits in der Kurzversion ("Kompakt") ist diese V-Klasse 4,90 Meter lang und bietet fünf Personen Platz. Sechs Einzelsitze gibt es gegen Zuzahlung, dann wird’s jedoch eng mit dem Gepäck.

Bildergalerie

Drei Längen

Wer mehr Platz braucht, kauft ihn sich länger (lang: 5,14 Meter/plus 1.406 Euro oder extralang: 5,37 Meter/nochmals plus 740 Euro). Diese Versionen werden jedoch schwerer und unhandlicher. Der V220d leistet übrigens 163 PS und bringt es auf 380 Newtonmeter fast ab Standgas (1.200 U/min). Hört sich nicht viel an, passt aber. Ebenso passt die neue Neungang-Automatik (Serie). Sie schaltet flott, ruckfrei, jedoch recht häufig, soll aber im Zusammenspiel mit dem V250d beispielsweise mehr als einen halben Liter Sprit im Vergleich zum Vor-Facelift sparen. Wirklich sparsam ließ sich der V220d bewegen, der zugleich mit Lebhaftigkeit und Kraftreserven überzeugte. Unterscheiden sich die drei Diesel mit einem WLTP-Verbrauch um 7,3 Liter nicht, erscheint die Angabe mit dem V220d machbar.

Dreihundert D

Der V300d gönnte sich auf den Testfahrten einen Expresszuschlag von gut einem Liter – ohne dabei fühlbar schneller zu sein, was primär an der Luxusausstattung in Kombination mit der Langversion lag. Denn so ausstaffiert, kommen nochmals fast 300 Kilogramm an Bord, die sich sowohl beim Kraftstoffkonsum als auch bei der Fahrdynamik (quer und längs) negativ bemerkbar machen. Beim Geräuschniveau erscheint der 220er am sympathischsten. Pkw-leise ist auch er nicht. Das nehmen vor allem die Front-Insassen wahr. Je weiter hinten man sitzt, desto eher verschwimmen Motor- und Umgebungsgeräusche.

Hinten ist auch der Platz, der sehr individuell gestaltet werden kann. Ob Exklusiv-Shuttle mit 6.000-Euro-Luxussesseln, Familientransporter, Großraum-Taxi oder Camper: Alles ist möglich und jeder Luxus zu haben. So liegt der Startpreis des V220d Rise bei 33.000 Euro, aber wer will, kann auch einen sechsstelligen Betrag überweisen. Somit deckt die geliftete V-Klasse gerade für User-Chooser den Bereich vom BMW-7er-Kunden bis hin zum Passat-Fahrer ab. Die einen wollen Understatement, die anderen ein bisschen dicke Hose – oder: viel Platz. Sei es, um die Familie zu transportieren oder aber, um mit Kunden Meetings abzuhalten oder gar den Marco Polo genannten Camper als Hotelersatz in Betracht zu ziehen. Möglich ist vieles, und die eigene Visitenkarte ist ja manchmal auch individuell. (mb) 

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