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Ford Ranger Wolftrak und Stormtrak

Für Baustelle und Boulevard

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Der Ford Ranger ist ab sofort auch in den Versionen Stormtrak (r.) und Wolftrak zu haben.
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Die Ranger-Familie von Ford erhält zum Ende ihrer Laufzeit noch Zuwachs. Während der Stormtrak den noblen Life-Style-Typen spielt, ist der Wolftrak eher das bullige Arbeitstier. Gemeinsam ist beiden: Es sind limitierte Sondereditionen.

Die sieben Ausstattungslinien, die es heute vom Ford Ranger gibt, sollten ja eigentlich reichen, um jedem Kundenwunsch gerecht zu werden. Könnte man zumindest denken. Den Pick-up gibt es als XL, XLT, Limited, Wildtrak, Raptor, Raptor Special Edition sowie als Einzelkabine mit nacktem Fahrgestell. Aber Fords Marketingstrategen wollten mehr. Grund: Im nächsten Jahr fährt der Ranger in neuer Generation vor. Und da ist gängiges Mittel in der Branche, die bestehende Baureihe noch etwas aufzufrischen. Schließlich soll Deutschlands beliebtester Pick-up weiterhin seine Spitzenposition verteidigen. Und nicht nur hier, auch in Europa fährt der Ranger all seinen Konkurrenten davon. Jeder dritte dieser sogenannten Mid-Size-Pick-ups trägt die blaue Pflaume im Grill.

Die beiden auf 6.000 und 4.000 Einheiten limitierten Sondermodelle, die Ford jetzt als Final Edition an den Start schickt, heißen Stormtrak und den Wolftrak. Letzterer ist das robuste Arbeitstier und richtet sich außer an Privatkunden in erster Linie an Nutzer in der Land- und Forstwirtschaft. Auch Firmen, die im Outdoor-Geschäft tätig sind und häufig den Allradantrieb benötigen, stehen laut Ford-Nutzfahrzeug-Manager Hans Schep im Fokus. Äußerlich schnell zu entlarven ist der Wolftrak an seinen dicken All-Terrain-Rädern und den mattschwarzen Karosseriedetails. Hinzu kommt das dunkle Grau-Metallic als Kontrast zum Mattschwarz. Ein Hingucker ist der dicke Überrollbügel mit dem nach hinten verlängertem Rohr. Alles zusammen lässt den Ranger noch rustikaler wirken als er ohnehin schon ist.

Mehr in Richtung Luxus und Lifestyle fährt der Stormtrak. Er trägt die Exklusiv-Metallic-Farbe Lucid Rot. Seine Leder-Innenausstattung ist mit technischem Gewebe kombiniert, Sitze, Türverkleidungen, Lederlenkrad, Schalthebelmanschette und Armaturenbrett sind mit roten Kontrastnähten abgesetzt. Aber keine Angst, den Stormtrak gibt es auch in Weiß sowie in den Metallic-Tönen Grau und Blau.

Happiger Preisunterschied

Preislich unterscheiden sich Wolftrak und Stormtrak um fast 12.000 Euro voneinander – 41.043 Euro gegenüber 52.818 Euro, jeweils mit Doppelkabine. Das ist happig. Ford begründet dies neben dem elektrischen Rollo für die Pritsche und der üppigeren Serienausstattung hauptsächlich durch den Antrieb. Der Stormtrak baut auf dem bisherige Topmodell Wildtrak auf, unter dessen mächtiger Haube ein Turbodiesel mit 156 kW / 213 PS sitzt. Dieser schickt bis zu 500 Newtonmeter an Drehmoment in die Zehngang-Automatik.

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Im Wolftrak steckt ebenfalls ein Zweiliter-Vierzylinder-Diesel, doch leistet er hier "nur" 125 kW / 170 PS und 420 Newtonmeter. Zudem verfügt die Basis lediglich über ein manuelles Sechsganggetriebe, was zwar nach WLTP-Zyklus gegenüber dem Stormtrak einen Liter Sprit pro 100 Kilometer spart, den Fahrkomfort aber deutlich mindert. Man muss schon überzeugter Anhänger von Handschaltungen sein, um sich damit zufrieden zu geben. Immerhin: Auch den Wolftrak kriegt man mit besagter Zehngang-Automatik an. Ein sehr empfehlenswertes Extra.

Nachfahren der Planwagen

Doch ganz gleich, für welche der beiden Sondermodelle man sich entscheidet, in beiden Ranger fährt stets ein bisschen amerikanisches Lebensgefühl mit. Pick-ups gelten als die Nachfahren der Siedlertrecks und ihrer Planwagen. "Diese Art von Autos verkörpern Freiheit und Abenteuer, zählen aber gleichzeitig zu den nützlichsten Fahrzeugen überhaupt", heißt es bei Ford. Vor allem in Asien, Afrika und Südamerika prägen die Mid-Size-Pick-ups das Straßenbild, transportieren so ziemlich alles, was sich irgendwie festzurren lässt, egal, ob Kisten, Kühlschränke oder gar Kamele. Bisweilen nutzen ganze Familien die offene Pritsche für die Fahrt in die nächste Stadt.

In Deutschland spielt sich die Pick-up-Szene gefühlt in homöopathischen Dosen ab. Wenn jährlich 25.000 neu zugelassen werden, ist das viel. Jene, die solch ein Fahrzeug kaufen, tun dies bewusst, sind Enthusiasten und nutzen den Wagen auch entsprechend. Zudem sollten zu Hause den ausreichenden Platz haben. Der Ranger misst knapp 5,30 Meter und hat einen riesigen Wendkreis von fast 13 Metern. Rangieren und Parkieren treibt einem bisweilen die Schweißperlen auf die Stirn, selbst wenn Kamerasystem und Sensoren helfen.

Auf freier Überlandfahrt hingegen genießt man die hohe Sitzposition und die gute Übersicht. Der Vierzylinder macht seine Sache ordentlich, bei ruhiger Fahrweise mangelt es ihm nicht an Power. Souveräne Zwischensprints fürs Überholen sind allerdings nicht drin. Dafür stehen 213 PS und über zwei Tonnen Gewicht in keiner wirklich guten Beziehung zueinander, auch wenn der Selbstzünder kräftige 500 Newtonmeter entwickelt.

Von dieser Kraft jedoch kann er bestens in schwierigem Terrain Gebrauch machen. Durch seinen zuschaltbaren Allradantrieb plus Untersetzungsgetriebe und hinterer Differenzialsperre kriecht und klettert der Ranger leicht und locker so manches Geröll und Geläuf hinauf. So dass man als Fahrer glauben könnte, jemand hätte gerade die Physik außer Kraft gesetzt.

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