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Japans Autobauer auf der Tokyo Motor Show

Stromern in Nippon

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Den neuen Honda Jazz gibt es nur noch als Hybridmodell.
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Von der IAA haben sich die japanischen Autobauer fast komplett ferngehalten. Ihre Modellpremieren haben sie für die Messe im eigenen Land aufgehoben – und die wird ziemlich elektrisch ausfallen.

Von Holger Holzer/SP-X

Kurz vor dem Start der Motor Show in Tokio (24. Oktober bis 4. November) haben die wichtigsten japanischen Hersteller schon einmal die Tücher über ihren Premieren ein wenig gelupft. Zu erkennen ist zumeist Elektrisches.

Mazda zeigt beim Heimspiel sein erstes Elektroauto, das unter der etwas prosaischen Bezeichnung "EV" ab 2020 emissionsfrei auf die Straße rollen soll. Viele Details nennt der Hersteller noch nicht, es dürfte sich jedoch um einen Stadt-Crossover mit überschaubarer Reichweite von rund 250 Kilometern handeln. Denkbar ist auch eine Langstreckenvariante mit Range Extender. Vorteil des Konzepts: Der Aufpreis gegenüber konventionellen Modellen dürfte geringer als gewohnt ausfallen.

Elektrifizierung zum vernünftigen Preis könnte man künftig auch beim Honda Jazz finden, der in vierter Generation Premiere feiert. Den Kleinwagen wird es in Europa künftig nur noch mit Hybridantrieb geben, denkbar wäre das Zwei-Motoren-System aus dem Kompakt-SUV CR-V. Der Verbrennungsmotor wirkt dort in der Regel nicht direkt auf die Räder, sondern treibt stattdessen einen Generator an, der Strom für einen Elektromotor produziert. Der Marktstart soll 2020 erfolgen.

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Ebenfalls auf Hybridtechnik setzt natürlich weiterhin Toyota bei der Neuauflage des Yaris – allerdings in der bereits traditionellen Machart der Marke. Der Benziner kann demnach direkt die Räder antreiben oder sich die Arbeit mit dem E-Motor teilen, kurzzeitig ist auch emissionsfreies Fahren möglich. Offizielle technische Daten nennt der Hersteller noch nicht, verspricht aber 15 Prozent mehr Leistung bei 20 Prozent geringerem Verbrauch. In Europa dürfte der Kleinwagen im kommenden Jahr aufschlagen.

Während Toyota beim reinen E-Antrieb noch zögerlich ist und in Tokio lediglich eine Art Kei Car mit Strommotor vorstellt, geht Premiumtochter Lexus mutiger vor. Auf der Messe feiert eine wohl schon recht seriennahe Studie Premiere, zu deren Merkmalen sich der Hersteller noch sehr bedeckt hält. Denkbar wäre ein futuristischer Kleinwagen für die Stadt. Eine Markteinführung dürfte wohl frühestens 2021 erfolgen.

Vier E-Motoren bei Mitsubishi

Gleichfalls noch eher unkonkret gibt sich Mitsubishi. Der Konzern präsentiert eine Weiterentwicklung seines Plug-in-Hybridantriebs an Bord der Studie MI-Tech Concept. Das kleine SUV-Cabrio mit zwei Sitzen dürfte kaum Chancen auf eine Serienumsetzung haben, der Antrieb hingegen könnte für künftige Modelle der Marke – vom Eclipse Cross bis zum Outlander – eine Rolle spielen. Kernelement sind gleich vier Elektromotoren, zwei an jeder Achse, die die Studie zum Allrader machen. Als Stromgenerator dient kein klassischer Verbrennungsmotor, sondern eine Gasturbine.

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