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Neuwagen-Mangel

Flottenzulassungen auf Talfahrt

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Auch im November waren neue Autos Mangelware.
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Die Halbleiterkrise hat den deutschen Automarkt weiter fest im Griff. Im November waren alle Marktsegmente tiefrot. Die Zahl der neuen Firmenwagen ging um knapp 30 Prozent zurück.

Die mangelnde Verfügbarkeit von Neuwagen hat sich auch im November in allen Marktsegmenten niedergeschlagen. Wie eine aktuelle Auswertung von Dataforce zeigt, ging der Relevante Flottenmarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 29,9 Prozent auf 62.151 neue Firmenwagen zurück. Auf diesem Niveau verloren auch die Kanäle Autovermieter (15.292 Fahrzeuge, minus 28,6 Prozent) und Privat, wo das Defizit gut ein Drittel auf 76.183 Autos betrug. Am stärksten rückläufig waren die Eigenzulassungen des Fahrzeughandels mit 30.375 Einheiten und einem Minus von 36,6 Prozent.

Überraschend – auf den ersten Blick – sind die November-Zahlen für den Fahrzeugbau. Mit einem Rückgang von 19,6 Prozent weicht dieser Teilmarkt deutlich vom allgemeinen Abwärtstrend ab. "Das liegt aber nicht daran, dass die Hersteller Fahrzeuge bunkern, sondern dass sie bereits im November 2020 nur sehr wenige Eigenzulassungen getätigt haben", erklärte Dataforce-Experte Benjamin Kibies. Im Vergleich zu den durchschnittlichen November-Zulassungen 2016 bis 2020 seien die Herstellerzulassungen sogar um 41,8 Prozent geschrumpft.

Jahresendspurt bei Elektroautos

Unterdessen nahm die Elektrifizierung des deutschen Autosmarkts im November nochmals Fahrt auf. Im Gegensatz zum Gesamtmarkt zogen die Neuzulassungen batterieelektrischer Pkw (BEV) im Vergleich zum November 2020 um 39 Prozent an. Ihr Marktanteil kletterte auf 20,3 Prozent, 3,2 Punkte mehr als im Oktober. Plug-in-Hybride (PHEV) mussten zwar einen Rückgang der Neuzulassungen von 8,9 Prozent hinnehmen, ihr Marktanteil stieg aber ebenfalls und zwar auf 14,1 Prozent. Kibies: "Besonders eindrucksvoll war die Entwicklung im Privatmarkt. Hier erreichten BEV und PHEV zusammen erstmals einen Marktanteil von 40 Prozent."

Für diesen Anstieg nannte der Branchenbeobachter neben der allmählich steigenden Akzeptanz gegenüber Elektroantrieben noch weitere Gründe: "Zum einen verwenden die Hersteller ihre vorhandenen Halbleiter bevorzugt für Stromer und stoppen eher die Produktion von Dieseln und Benzinern. Das gilt insbesondere für diejenigen, die zum Jahresende noch ihre CO2-Bilanz verbessern müssen, um die EU-Vorgaben einzuhalten." Zum anderen hätten die Unsicherheiten über die zukünftige Förderung zu einem Vorzieheffekt geführt. Eine gesetzliche Regelung, um die Innovationsprämie über das Jahr 2021 hinaus auszuzahlen, fehlt bekanntlich weiterhin.

Jahresprognose fällt

Wie berichtet, blieb der deutsche Automarkt im November 2021 im Zulassungstief. 198.258 Neuzulassungen bedeuteten einen Rückgang von 31,7 Prozent. Hauptgrund für das anhaltend niedrige Niveau ist der Mangel an Vorprodukten, vor allem Halbleiter. Die Fahrzeughersteller müssen ihre Produktion immer wieder unterbrechen und können die hohe Kundennachfrage nicht bedienen. "Auch für den Dezember ist keine Besserung in Sicht", betonte Kibies. Entsprechend habe Dataforce seine Jahresprognose für 2021 auf 2,6 Millionen Neuzulassungen gesenkt. Das würde ein Minus von 11,5 Prozent zum ohnehin schwachem Jahr 2020 entsprechen. (rp) 

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