suchen
Unfallschäden in Waschanlage

Autofahrer haften nicht

1180px 664px
Autofahrer müssen für Unfallschäden in einer Waschanlage nicht haften.
©

Verunfallt ein Auto, das durch eine Waschanlage gezogen wird, dann muss sein Halter nicht für die Schäden aufkommen. Denn das Fahrzeug sei nicht "in Betrieb", urteilte das OLG Koblenz.

Wenn ein Fahrzeug durch eine Waschanlage gezogen wird und es zu einem Unfall kommt, muss dessen Halter nicht für die Schäden aufkommen. Ein Fahrzeug mit ausgeschaltetem Motor, das sich auf einem automatisierten Förderband einer Waschstraße befinde, sei nicht "in Betrieb", urteilte das rheinland-pfälzische Oberlandesgericht in Koblenz einer Mitteilung vom Montag zufolge. Das Gericht bestätigte damit eine frühere Entscheidung des Koblenzer Landgerichts (Az. 12 U 57/19). 

Anlass war die Klage eines Mannes, dessen Auto durch eine automatische Waschstraße gezogen wurde. Laut Gericht hatte sich vor dem Mann eine Frau ebenfalls am Steuer ihres Autos befunden. Während des Vorgangs löste sich demnach am Hinterrad ihres Autos eine der Vorrichtungen, die das Fahrzeug durch die Waschstraße zogen.

Daraufhin blieb der Wagen in der Anlage liegen. Der Hintermann bremste sein Auto, wodurch die Gebläsetrocknung auf sein Autoheck drückte und es beschädigte. Der Mann forderte von der Frau deshalb die Übernahme der Reparaturkosten in Höhe von rund 4.500 Euro.

Der Kläger habe jedoch keinen Anspruch auf Schadenersatz, entschieden die Richter. Die Beklagte sei nicht verantwortlich für den Unfall. Ihr Auto sei schließlich ohne eigene Motorkraft auf dem Förderband durch die Waschanlage gezogen worden. Ebenfalls sei dem Kläger nicht gelungen, zu beweisen, dass sie die Störung des Transportvorgangs verschulde. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Die Betreiber der Waschanlage seien indes nicht verklagt worden und auch sonst kein Teil des Verfahrens gewesen, sagte eine Gerichtssprecherin. (dpa)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Recht:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2021 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Sixt Leasing

Startschuss für Flottenkunden-App

Von den Vertragsdaten über Schadenmeldungen bis hin zur Werkstattsuche: Die neue Sixt Leasing-App soll Dienstwagenfahrern das Leben leichter machen.


img
Emissionsvorgaben

Neuwagen stoßen deutlich weniger CO2 aus

Die verschärften CO2-Vorgaben zeigen Wirkung: Die Autohersteller haben ihren CO2-Ausstoß hierzulande im vergangenen Jahr merklich reduziert.


img
Versicherer

E-Autos nur in Ausnahmen an normalen Steckdosen laden

Übliche Schutzkontaktsteckdosen sind nicht für eine höhere Dauerbelastung, wie beim Laden von Elektroautos, ausgelegt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft...


img
Citroën e-Berlingo

Der Dritte im elektrischen Bunde

Auch der elektrische Citroën Berlingo nutzt die bekannte Technik des PSA-Konzern. Bis er auf den Markt kommt, dauert es aber noch ein wenig.


img
E-Autos

Aufgestockte Förderprämie sorgt für Rekordzahlen

Mit mehr als 650 Millionen Euro hat der Staat im vergangenen Jahr den Kauf von Elektroautos subventioniert. Richtigen Schwung brachte aber erst die Aufstockung der...