suchen
Verkehrssicherheit

Justizministerium schlägt härtere Strafen für Gaffer vor

1180px 664px
Das Erstellen von Unfallbildern ist dank allgegenwärtiger Handykameras immer leichter geworden.
©

Künftig soll das "Herstellen und Übertragen einer Bildaufnahme, die in grob anstößiger Weise eine verstorbene Person zur Schau stellt", als Straftat gewertet werden.

Wer Unfallopfer filmt oder fotografiert, muss künftig mit Strafen rechnen. Das Justizministerium will das "Herstellen und Übertragen einer Bildaufnahme, die in grob anstößiger Weise eine verstorbene Person zur Schau stellt", als Straftat werten. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, den das Bundesjustizministerium vor kurzem an Länder und Verbände zur Stellungnahme verschickt hat.

Bislang schützt das Strafrecht nur lebende Menschen vor entwürdigenden Bildern. Bei Toten – etwa Opfer von Verkehrsunfällen oder Gewaltverbrechen – werden solche Aufnahmen nur als Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht gewertet, Angehörige können die Löschung auf Internetseiten verlangen. Künftig würden Geldbußen drohen oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. Das Erstellen solcher Bilder sei dank allgegenwärtiger Handykameras immer leichter geworden, schreibt das Ministerium. Zudem lasse die Anonymität des Internets die Hemmschwelle für eine Verbreitung sinken.

Wenn das Kabinett die Neuerungen verabschiedet hat, muss der Bundestag ihnen ebenfalls zustimmen. Darauf haben sich CDU, CSU und SPD in sehr allgemeiner Form allerdings schon im Koalitionsvertrag verständigt.

Der rechts- und verbraucherpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, forderte am Dienstag eine zügige Verabschiedung. "Das Andenken Verstorbener müssen wir besser vor sensationsgierigen Gaffern schützen. Wenn etwa ein tödlich verunglücktes Unfallopfer fotografiert wird und die Bilder dann im Netz verbreitet werden, können wir das nicht dulden", erklärte er. (dpa)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Verkehrssicherheit:





Fotos & Videos zum Thema Verkehrssicherheit

img

Opel "On Star"


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2019 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Byton M-Byte

Bereit für den großen Sprung

Bytons M-Byte ist als Smartphone auf Rädern angekündigt. Premiere feierte das elektrische China-SUV nun trotzdem auf der Autoshow IAA.


img
Skoda Superb iV

E-Unterstützung für das Flaggschiff

Der Plug-in-Hybridantrieb wird in den Dienstwagenklassen immer mehr zum Standard. Auch Skoda bietet ihn nun für sein Flaggschiff an.


img
VW-Finanzsparte und NABU

Neues E-Mobilitätsprogramm für Flottenkunden

Volkswagen Financial Services und der Naturschutzbund Deutschland haben mit dem Label "Blaue Flotte" ein E-Mobilitätsprogramm für Flottenkunden ins Leben gerufen,...


img
Autoflotte Fuhrpark-Tag 2019

"Sofort praktizierter Umweltschutz"

Innovative Konzepte und Ideen für die Unternehmensmobilität verspricht ein neuer Fachkongress in Bad Nauheim. Ein Impuls-Statement von Referent Thomas Wöber.


img
Umfrage zu Dooring-Unfällen

Viele Autofahrer öffnen unaufmerksam

Wer gedankenlos die Autotür zum Aussteigen öffnet, gefährdet damit Radfahrer. Nicht allen Autoinsassen scheint das stets präsent zu sein.