_ Fußball und Motorsport heißt das Emotions-Duo, mit dem Hyundai sein immer noch primäres Preis-Leistungs-Image aufladen möchte. Zweifelsohne hilft hier das peppige Außendesign, das in der Europazentrale in Rüsselsheim erdacht und aus Sicht der deutschen Käufer in den Werken in Tschechien und der Türkei umgesetzt wird. So verwundert es nicht, dass die Veränderungen der Facelifts vom i30 und i40 Kombi vordergründig auf die Optik zielen.
Adaptives Fahrwerk
Der Mittelklässler i40 Kombi erhält in seinem fünften Lebensjahr eine dezent überarbeitete Front mit dem dominierenden Hexagonalgrill und den neu angeordneten Scheinwerfern. Unter der Fronthaube agieren nun kräftigere Selbstzünder. Beim 116-PS-Diesel wachsen die Kraftreserven auf 280 Nm, beim großen Diesel sind es künftig 340 Nm und 141 PS - ein Plus von fünf PS. Der große Benziner geht in die andere Richtung und soll mit weniger Power (165 PS statt 177 PS) besser haushalten. Bei der Verbrauchsreduktion helfen soll das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das wahlweise der große Diesel erhält und theoretisch die Tankrechnung um bis zu elf Prozent drücken soll.
Die Automatik fährt sich im Test absolut ruckelfrei und verlangt nur an steilen Passagen einen etwas kräftigeren Tritt aufs Pedal. Sobald der Kombi ins Rollen kommt, glänzt er mit Laufruhe und gutem Abrollkomfort (vor allem auf 18-Zöllern fußend). Dass bei enger Kurvenfahrt nun auch vom Heck spürbare Reaktionen kommen, liegt am adaptiven Fahrwerk an der Hinterachse. Wenn jetzt die Lenkung etwas direkter wäre, dann wäre der Fahrspaß noch größer.
Sportskanone i30
Dieses Kapitel übernimmt nun eindeutig der i30 in Form des neuen Topbenziners, der das Kürzel Turbo zu Recht trägt. Der 1.6 T-GDi versorgt den Fünftürer oder das Coupé mit 186 PS und optional mit Rennsport-Attitüden: Sportfahrwerk, doppelten Auspuffendrohren etc. Wem die beiden wählbaren Dieselmotoren reichen, der kann nun sparsamer (Start-Stopp-System ist Serie) und Euro-6-rein touren. Wer lieber schalten lässt, kann das Doppelkupplungsgetriebe ordern.
Wenn man schon in der Orderliste ist, kann man auch Features wie Bi-Xenon-Scheinwerfer, Parkassistenten (längs und quer), dynamisches Kurvenlicht und Fernlichtassistenten, belüftete Vordersitze oder den Spurhaltewarner draufpacken.
i20 als Dreitürer
Die Demokratisierung des Premiumgedankens nennen die Asiaten die üppige Dreingabepolitik, die auch dem einzigen wirklichen Neuling im Facelift-Frühjahr den Stempel aufdrückt: dem i20 Coupé. Der Dreitürer mit markant-sportlicher Silhouette und flacher Dachlinie hat bereits werkseitig unter anderem LED-Tagfahrlicht, Spurhaltesystem, Tempomat, Sitzheizung vorn und beheizbare Außenspiegel verbaut. Rückfahrkamera, Smart-Key-System, Panoramadach sind optional. Zusammen mit dem wachsenden Kofferraumvolumen, plus zehn Liter gegenüber dem Fünftürer auf 336 Liter, dem 90-PS-Diesel sowie der markentypischen Fünfjahresgarantie ohne Kilometerbegrenzung, kostet der Kleinwagen ab 15.380 Euro. Ein interessantes Paket - preislich und optisch.