Audi liftet Q4 e-tron: Mehr Reichweite und bidirektionales Laden

27.04.2026 11:30 Uhr | Lesezeit: 4 min
Audi wertet den Q4 e-tron technisch und funktional auf. 
© Foto: Audi

Audi wertet den Q4 e-tron auf, eher technisch und funktional denn optisch. Das E-SUV bekommt mehr Reichweite, eine höhere Ladeleistung, neue Assistenzsysteme und erstmals bidirektionales Laden. Die Preise beginnen bei 47.500 Euro.

Audi wertet sein Einstiegs‑BEV Q4 e‑tron auf und spendiert dem Stromer künftig eine etwas höhere Ladeleistung, ein überarbeitetes Cockpit und erstmals die Möglichkeit, mit dem Auto Geräte wie E‑Bikes aufzuladen oder auch Strom ins Hausnetz zurückzuspeisen. Die aktualisierte Version soll in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die Bestellbücher werden im Mai geöffnet.

WLTP‑Reichweite steigt auf fast 600 Kilometer

Je nach Variante gibt Audi beim überarbeiteten Modell eine Reichweite von bis zu 592 Kilometern an. Bei Modellen mit der 82‑kWh‑Batterie steigt die maximale DC‑Ladeleistung von 175 auf 185 kW. An einer entsprechenden Schnellladesäule soll der Akku damit in rund 27 Minuten von zehn auf 80 Prozent geladen sein; in zehn Minuten sollen laut Audi so bis zu 185 Kilometer Reichweite nachgeladen werden können.

Bidirektionales Laden: V2L und V2H

Neu ist bei Audi zum ersten Mal die Möglichkeit von bidirektionalem Laden – ein USP, den bisher kein anderes Audi‑Modell bietet. Über die Funktion Vehicle‑to‑Load (V2L) lassen sich zum Beispiel elektrische Geräte wie Grills oder E‑Bikes direkt über eine Fahrzeugsteckdose betreiben. In der DACH‑Region soll zudem Vehicle‑to‑Home (V2H) zur Verfügung stehen: Das Auto kann so als Zwischenspeicher für selbst erzeugten Solarstrom genutzt werden und bei Bedarf Strom ins Hausnetz abgeben.


Audi Q4 e-tron (2027)

Audi Q4 e-tron SUV BEV Bildergalerie

Neu gestaltetes Interieur – viele Bildschirme

Im Innenraum kombiniert ein neues Panoramadisplay ein 11,9‑Zoll‑Kombiinstrument mit einem 12,8‑Zoll‑Touchscreen. Optional lässt sich ein zusätzliches Beifahrerdisplay einbauen. Das Infotainmentsystem läuft auf Android Automotive OS und verfügt über eine KI‑gestützte Sprachsteuerung. Daneben wurden Fahrerassistenzsysteme und Lichtfunktionen erweitert. Während die Lichtsignaturen eher optische Spielerei sind, soll das optionale Annäherungslicht im Stand andere Verkehrsteilnehmende bei zu geringem Abstand warnen. Ein Plus gibt es auch bei der zulässigen Anhängelast. Bei Allradmodellen steigt diese auf 1.800 Kilogramm. Das Kofferraumvolumen bleibt hingegen mit 515 Litern unverändert.

Überarbeitete E‑Maschine mit weniger Reibungsverlusten

Im Audi Q4 e‑tron kommt unabhängig von der Antriebsart eine permanent erregte Synchronmaschine an der Hinterachse zum Einsatz, die in zwei Leistungsstufen verfügbar ist. Mit der neuen Generation der Elektromaschine (APP350) verbessern sich laut Audi Reichweite und Drehmoment. Zusätzlich wurde die Leistungselektronik überarbeitet, die Vorteile im Teillastbereich bringen soll.

Neue Softwarefunktionen sollen auch bei niedrigerem Ladezustand mehr Leistung bereitstellen können. Insgesamt steigt der Wirkungsgrad laut Audi so im Vergleich zum Vorgänger um rund zehn Prozent. Und auch nichttechnisch lässt sich Reichweite schaffen: Ein neu entwickeltes Leichtlauföl mit geringerer Viskosität soll Reibungsverluste reduzieren und vor allem bei niedrigen Temperaturen für mehr Reichweite sorgen – bei voller Batterie um bis zu zwölf Kilometer.

Preise und Marktstart

Den Q4 e‑tron wird es weiterhin als SUV und Sportback geben, jeweils mit zwei Batterievarianten, als Heck‑ oder Allradversion in insgesamt vier Leistungsvarianten (150, 210, 220 und 250 kW). Die Preise beginnen in Deutschland bei 47.500 Euro für die SUV‑Variante mit 63‑kWh‑Akku. Der Sportback kostet in jeder Leistungsstufe immer 1.950 Euro mehr. Die Bestellfreigabe erfolgt im Mai, die Markteinführung ist für den Sommer geplant.


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