-- Anzeige --

Traditionsmarke vor Comeback: Jean-Pierre Ploué verantwortet Lancia-Design

Jean-Pierre Ploué (l.) und Luca Napolitano wollen Lancia zu neuem Glanz verhelfen.
© Foto: Stellantis

Stellantis forciert die Wiedergeburt des Autobauers Lancia in Europa. Mit Jean-Pierre Ploué leitet der Konzern-Chefdesigner nun auch die Fahrzeuggestaltung der italienischen Traditionsmarke.


Datum:
25.06.2021
NOCH KEINE Kommentare

-- Anzeige --

Das Restart von Lancia wird konkreter. Der Mutterkonzern Stellantis hat seinen Chefdesigner Jean-Pierre Ploué zum neuen Leiter Design im Turiner Designzentrum des Autobauers ernannt. "Die Renaissance von Lancia ist eine wahrhaft aufregende Herausforderung", sagte Ploué am Montag laut einer Unternehmensmitteilung. Er verantwortet bereits das Fahrzeugdesign der weiteren Konzernmarken Abarth, Alfa Romeo, Citroën, DS, Fiat Europe, Opel, Peugeot und Vauxhall.

"Lancia ist eine ikonische Marke. Mit der Rückkehr in seine historisch bedeutende Rolle in Europa wird Lancia sein großes Potenzial nutzen", betonte Jean-Pierre Ploué. Für seine zusätzliche Aufgabe werde er auf ein kleines Team junger und talentierter Designer zurückgreifen. Er berichtet an Luca Napolitano, der im Januar an die Spitze von Lancia berufen wurde.

Die Ernennung Napolitanos zu Jahresbeginn war bereits ein Fingerzeig, dass Stellantis mit Lancia noch einiges vorhat. Wie berichtet, will der Konzern neben den Volumenbringern Peugeot, Fiat und Opel eine Premium-Gruppe aufbauen. Dort sind Alfa Romeo, DS Automobiles und Lancia gebündelt. Lancia ist derzeit nur auf dem italienischen Heimatmarkt vertreten, dem einzig verbliebenen Modell, dem Kleinwagen Ypsilon, wurde aber jüngst ein Facelift spendiert.

Stellantis-Chef Carlos Tavares hat den genannten Premiummarken zehn Jahre gegeben, um wirtschaftliche Erfolge einzufahren. "Wir werden alles dafür tun, dass sie mit der richtigen Technologie hochprofitabel werden", sagte der Manager vor wenigen Wochen bei einer Branchenveranstaltung der "Financial Times".

Von Anfang an fortschrittlich

Lancia hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Gegründet 1906 von Vincenzo Lancia, war der Hersteller über Jahrzehnte ein Synonym für automobilen Fortschritt und Innovationsgeist. Zu den technisch-ästhetischen Highlights der Markengeschichte zählen etwa Aurelia, Flaminia und Fulvia. In den 1970er- und 80er-Jahren machten die Italiener mit Stratos und Delta im Rallyesport Schlagzeilen. Unter FCA-Regie folgte schließlich der langsame Abstieg. Der Tiefpunkt war ab 2010 erreicht, als US-Modelle von Chrysler mit Lancia-Emblem in Europa angeboten wurden.

Mit dem erfahrenen Automanager Napolitano als CEO soll nun das Comeback gelingen. Zum Management gehören neben Ploué auch Paolo Loiotile (Produkt), Yann Chabert (Marketing/Kommunikation) und Erica Valeria Ferraioli (Preisgestaltung). Außerdem ist Roberta Zerbi für das Europa-Geschäft von Lancia sowie der Schwestermarke Alfa Romeo verantwortlich. (rp)

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

WEITERLESEN




NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.