Wer Verkehrsregeln bricht, muss zahlen. Dies gilt im Inland wie im Ausland, allerdings zu unterschiedlichen Konditionen. Besonders hohe Geldstrafen werden in Skandinavien verhängt, berichtet der ADAC. Auch Belgien, Frankreich, die Schweiz sowie Spanien bitten die Verkehrssünder ordentlich zur Kasse. In Finnland etwa gelten für die meisten Verkehrsdelikte Strafen, die von der Höhe des Einkommens abhängig sind. Das bedeutet auch schon einmal ein halbes Monatsgehalt (15 Tagessätze) für ein Überholverbot. Auch bei der Promille-Regelung gibt es derzeit noch Unterschiede in den einzelnen Ländern. Während in Großbritannien, Irland, Luxemburg und in der Schweiz noch die 0,8-Promille-Grenze gilt, ist in den übrigen europäischen Staaten die 0,5-Promille-Regelung einzuhalten. Generell können Missachtungen der Verkehrsregeln nur im jeweiligen Besuchsland geahndet werden. Der ADAC warnt: Wer sich weigert zu zahlen kann den Führerschein oder eine Beschlagnahmung des Fahrzeugs riskieren. Eine Ausnahme bietet Österreich. Das Land unterhält seit 15 Jahren ein Vollstreckungshilfeabkommen mit Deutschland. Die aktuelle ADAC-Tabelle verschafft einen Überblick der Verkehrsdelikte im Ausland und deren Bußgeldsätze. Die Tabelle finden Sie in der Download-Box. (sr)
ADAC: Verkehrssünden im Ausland sind nicht billig
ADAC: Skandinavien ist Spitzenreiter bei Geldbußen