Die Servicesparte der DaimlerChrysler AG plant massive Investitionen zur Verbesserung der Ertragskraft. Mindestens 200 Mio. Euro sollen nächstes Jahr allein in die IT-Ausstattung fließen, kündigte Dienstleistungsvorstand Klaus Mangold gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" am Montag an. Verbesserungspotential sieht Mangold vor allem in der länderübergreifenden Standardisierung von Systemen und Abläufen in den Bereichen Call-Center, Neuwagenfinanzierung und Minimierung des Kreditausfallrisikos. Nach drei bis vier Jahren sollen sich die Investitionen amortisiert haben, hieß es weiter. Wachstumstreiber für DaimlerCrysler Services ist nach Darstellung Mangolds das Finanzierungsgeschäft für Autos und Lastwagen. Dabei verlasse sich der Konzern nicht auf steigende Absatzzahlen in schrumpfenden Märkten. Ziel sei es vielmehr, einen immer größeren Teil der Kunden zum Abschluss eines Finanzierungs- oder Leasingvertrages zu bewegen. Die so genannte Penetrationsrate bei Pkw sei allein in Deutschland in den letzten fünf Jahren von 30 auf 40 Prozent gesteigert worden. Auf dieser Grundlage stellte Mangold in Aussicht, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren voraussichtlich 50 Prozent aller Daimler-Pkw und 60 Prozent aller Daimler-Nutzfahrzeuge finanziert oder geleast werden würden. Verbesserungspotential hat der Service-Vorstand auch im Flottenmanagement ausgemacht: Vorraussetzung hierfür sei, dass DaimlerChrysler – zumindest bei den Pkw – als markenneutraler Dienstleister auftrete. (rp)
Daimler-Chrysler Services vor großen Investitionen
Firmenprognose: 50 Prozent aller Daimler-Pkw werden bald finanziert oder geleast