Dataforce: Was Fuhrparks bei der Fahrzeugrückgabe zahlen

26.02.2014 09:47 Uhr
Annahme: Auf das Leasingangebot greift die Mehrzahl der Flotten zurück, auch wenn sich für sie die Kosten für die Fahrzegrückgabe schwer kalkulieren lässt.

Wie teuer ist ein Leasingfahrzeug eigentlich bei der Rückgabe? Was kann man tun, um die Kosten zu senken? Unter anderem diese zwei Fragen gehörten zu einer Umfrage, die Dataforce unter Fuhrparkleitern durchgeführt hat. Diese sehen sich oft mit vorher nicht eingeplanten oder schwer abzuschätzenden Kosten konfrontiert, geben sie ihre Leasingfahrzeuge zurück. Klassiker für Nachzahlungen sind überschrittene Kilometerzahl oder kleine Lackkratzer, die auch schnell mal über 1.000 Euro kosten können und den Wert des Rückläufers mindern. Was sie bei der Leasingrückgabe pro Fahrzeug zahlen, verrieten 433 Fuhrparkleiter den Marktanalysten.

Dataforce hat gestern die Umfrageergebnisse veröffentlicht: Demnach leasen über 50 Prozent aller Flotten Fahrzeuge. Diese Mehrheit gibt nach drei oder vier Jahren das Fahrzeug ab und ersetzt es durch ein neues. Knapp 20 Prozent der Befragten übernimmt die Fahrzeuge nach dem Ablauf der Leasingzeit in den Firmenbestand. Bei kleineren Flotten bis zehn Fahrzeugen liegt dieser Anteil bei 27 Prozent, stellt Dataforce heraus.

Kleine Fuhrparks zahlen mehr
Für die Leasingrückgabe ergibt sich aus der Umfrage folgendes Bild: 44 Prozent der Fuhrparks, die weniger als zehn Fahrzeuge im Bestand haben, tragen Kosten in Höhe von bis zu 1.000 Euro. Von diesen kleine Flotten gaben sechs Prozent an, dass sie mit mehr als 5.000 Euro zu Kasse gebeten werden. Bei größeren Flotten (über 50 Fahrzeuge) verändert sich die Situation deutlich: 59 Prozent der Fahrzeuge gehen mit Kosten unter 1.000 Euro an den Leasinggeber zurück. Keiner der Verantwortlichen, der so einen großen Fuhrpark verwaltet, berichtete davon, dass eine Fahrzeugrückgabe nur über eine Zahlung von mehr als 3.000 Euro über die Bühne geht.

Die unterschiedliche Kostengröße erklären die Marktanalysten von Dataforce so: Je größer der Fuhrpark, desto höher ist auch der Anteil an Fahrzeugen, für welche die Unternehmen sogenannte Service-Leasing-Verträge abschließen. Das deckt bestimmte Leistungen bereits ab. Hinzukommt bei solchen Leasingwagen noch ein anderer Aspekt, den Dataforce betont: Das Autohaus beseitigt beim routinemäßigen Reifenwechsel schon mal den einen oder anderen Kratzer. Natürlich kostenpflichtig, aber vor der Leasingrückgabe.

Angesagte freie Werkstätten
Und noch ein Detail fiel den Marktbeobachtern zum steigenden Service-Leasing-Anteil auf: Große Flotten nutzen neben der Vertragswerkstatt vermehrt auch freie Anbieter. Bei kleinen Fuhrparks gehen lediglich zwei von zehn in die freie Werkstatt, um beispielsweise kleine Schäden mittels Smart Repair beheben zu lassen. Im Vergleich dazu machen das vier bis fünf von den großen Flotten. Dataforce verweist auf den Hol-und-Bring-Service für Fahrzeuge, den diese Unternehmen vermutlich in Anspruch nehmen. Die Experten fragen sich, warum das kleinere Fuhrparks nicht tun. (kak)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Autoflotte ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für den Flottenmarkt im deutschsprachigen Raum. Zielgruppe in diesem wachsenden Markt sind die Fuhrpark-Entscheider in Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen mit mehr als zehn PKW/Kombi und/oder Transportern. Vorstände, Geschäftsführer, Führungskräfte und weitere Entscheider greifen auf Autoflotte zurück, um Kostensenkungspotenziale auszumachen, intelligente Problemlösungen kennen zu lernen und sich über technische und nichttechnische Innovationen zu informieren.