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Der Größte hat den Kleinsten

Was haben BMW i8, Volvo XC40 und Renault Twingo gemein? Nicht viel, korrekt. Doch in allen Motoren stampfen lediglich drei Zylinder. Den Anfang machte Opel - aus Effizienzgründen. Fahrspaß kam später hinzu.


Datum:
17.08.2020
Autor:
AF
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1995 zeigten die Rüsselsheimer auf dem Genfer-Automobilsalon der Weltöffentlichkeit, dass drei Zylinder in einem Pkw ausreichen können. Der Opel MAXX, ein cleverer Mix aus knapp drei Metern Alu, Metall, Glas und viel Variabilität sollte das Paradebeispiel sein. Auch wenn unsere "Ahnen" in den Autoflotte-News aus Oktober 1995 das Konzeptfahrzeug MAXX per se in den Fokus rückten, war der Antrieb das Revolutionäre. Der MAXX ging nie in Produktion. Dafür aber ein gutes Jahr später sein Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 50 PS. Und zwar im Opel Corsa. Der Rüsselsheimer Kleinwagen begründete somit die Dreizylinder-Ära.

Der größte Kombi hat drei Zylinder

Die schnurrenden Motoren gefallen oder missfallen - von der Tonlage und vom Image. Objektiv betrachtet gibt es wenig zu kritisieren. Denn mittlerweile leistet der stärkste Serien-Dreizylinder 260 PS (aus 1,6 Litern Hubraum). Toyota präsentierte ihn gerade in der Sportversion Yaris GR.

Aber drei Zylinder ergeben tatsächlich oft Sinn. So sind Citroën C1 und Peugeot 108 mit 3,7 Litern die sparsamsten Benziner - mit drei Zylindern. Und auch Premiumkunden wie Fahrer eines Volvo XC 40, BMW 2er und Audi A3 werden kaum mehr wahrnehmen, wie viele Kolben im Bug ihres Fahrzeugs werkeln. Bei Ford, VW, Skoda, Peugeot, Renault, Opel und vielen anderen Marken sind Dreizylinder Benziner (und Diesel) mittlerweile in die Kompaktklasse Usus.

Ford machte es 2015 vor und rüstete den Mondeo mit einem Einliter-Turbobenziner und drei Zylindern aus. 2018 verabschiedeten sich die Kölner von der Kombination. Dafür zeigt - mal wieder - Opel, dass es möglich ist, den längsten Kombi am Markt mit drei Zylindern zu befeuern. Die Hessen implantierten dem Insignia zum Facelift den noch selbst entwickelten 1,5-Liter-Dreizylinder-Diesel (Seite 35).

Mit 122 PS liegt er auf dem üblichen Einstiegsniveau, mit 300 Newtonmetern steht ausreichend Kraft parat und lassen das Fünf-Meter-Schiff 208 km/h schnell werden. Mal sehen, ob auch der Trend wieder von den anderen aufgegriffen wird. Denn: small is beautiful - und wenn's nur beim Motor ist.

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