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Elektro-Dienstwagen: Bechtle nimmt großen Ladepark in Betrieb

Mit nun insgesamt 140 Ladepunkten erhöht Bechtle nach eigenen Angaben die E-Ladeinfrastruktur in Neckarsulm auf mehr als das Doppelte.
© Foto: The Mobility House

Das IT-Systemhaus meint es ernst mit dem Ausbau der E-Mobilität. Am Hauptstandort Neckarsulm wurde jetzt die Zahl der Ladepunkte mehr als verdoppelt. Um die passende Ladeinfrastruktur kümmert sich The Mobility House.


Datum:
27.11.2020
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Das IT-Unternehmen Bechtle hat einen der größten Ladeparks in Deutschland für Dienstwagen an einem Firmenstandort aufgebaut. An der Zentrale in Neckarsulm können nun bis zu 140 Elektroautos gleichzeitig laden. Als Technologie-Partner fungiert der Dienstleister The Mobility House (TMH), der für die bis zu 78 neuen Ladepunkte die passende Ladeinfrastruktur liefert. Die Projektleitung obliegt dem Planungsbüro Kreor Südwest, das schon seit vielen Jahren mit Bechtle zusammenarbeitet.

In Neckarsulm kommt das Lade- und Energiemanagement "ChargePilot" von TMH zum Einsatz. Das System übernimmt das Monitoring, die Überwachung und Auswertung sowie das dynamische Lastmanagement der Ladepunkte, die im Mitarbeiterparkhaus untergebracht sind. Je nach Stromverfügbarkeit laden die E-Autos besonders schnell mit bis zu 22 kW oder – sobald Großverbraucher wie die Herde und Öfen im Betriebsrestaurant oder im Sommer die Klimaanlage anlaufen – kurzzeitig etwas langsamer bzw. zeitlich gestaffelt. Die Informationen erhält das "ChargePilot" dabei über eine offene Schnittstelle vom bestehenden Energiemanagementsystem des Standorts.

"Mit steigender Flottengröße wird die Leistungsfähigkeit des bestehenden Netzanschlusses herausgefordert und die Anschluss- und Nutzungskosten können schnell zur Kostenfalle werden", erklärt Sebastian Karrer, Leiter Key Account bei The Mobility House, einer Mitteilung zufolge. "Wichtig sind zudem offene Schnittstellen zu Drittsystemen wie Energiemanagement- und Flottenmanagement-Systemen, um den Fuhrpark optimal elektrisch zu betreiben."

Mit nun insgesamt 140 Ladepunkten erhöht Bechtle nach eigenen Angaben die E-Ladeinfrastruktur in Neckarsulm auf mehr als das Doppelte. Alle neuen Ladestationen entsprechen bereits den förderfähigen Anforderungen der Bundesregierung, sind auch eichrechtskonform und somit bereits für eine Abrechnung der Ladevorgänge mit externen Nutzern vorbereitet. Ein Abrechnungsmodul kann, wie auch weitere Module und Ladestationen, herstellerneutral nach Kundenwunsch ergänzt werden.

Elektrifizierung in vollem Gange

Wie ernst es das größte IT-Systemhaus Deutschlands mit dem Ausbau der E-Mobilität meint, zeigen die weiteren Pläne. "Unser mittelfristiges Ziel ist es, die rund 70 Standorte in Deutschland zu elektrifizieren. Dabei war es uns wichtig mit einem Partner zusammenzuarbeiten, der uns dabei so viel Flexibilität wie möglich bietet, denn die jeweiligen örtlichen Bedingungen unterscheiden sich natürlich. Mit The Mobility House haben wir genau so einen Lösungsanbieter gefunden", sagt Uli Drautz, Prokurist bei Bechtle und verantwortlich für das Konzerncontrolling. An allen Standorten, bei denen es umsetzbar ist, solle Ladeinfrastruktur von The Mobility House sowie "ChargePilot" zum Einsatz kommen. Weitere Ladepunkte seien zudem an Standorten in Österreich und der Schweiz geplant.

Laut Bechtle sollen bis zum Jahresende 2020 werden etwa 15 Prozent der derzeit rund 3.600 Dienstfahrzeuge in Deutschland elektrifiziert sein. Damit übertrifft das Unternehmen die gesetzte Zielgröße von zehn Prozent. Vor allem den neuen VW ID.3 wird man bei Bechtle künftig häufiger zu Gesicht bekommen. Insgesamt 50 Exemplare des Stromers ergänzen aktuell die Dienstfahrzeugflotte. (red)

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