Die verschiedenen Biokraftstoffe sollten international vergleichbar gemacht werden, um einen besseren Ansatz für die staatliche Förderung zu gewinnen. Dies ist das Fazit einer Studie, die das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag der Deutschen Shell erstellt hat. Kraftstoffe auf Pflanzenbasis hätten unterschiedliche Auswirkungen auf das Klima, heißt es in dem am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Papier. Das HWWI spricht sich für ein internationales Zertifizierungssystem aus, das den Ansatz biete, die umweltfreundlichsten Biokraftstoffe stärker zu fördern. Das HWWI spricht sich in der Studie für eine internationale Behörde oder eine ähnliche Institution aus, die in zwei verschiedenen Indikatoren die Klimafreundlichkeit und die Nachhaltigkeit des vermeintlichen Öko-Sprits ausweist. Dann sei es den nationalen Regierungen überlassen, daran anknüpfend ihre Förderpolitik auszurichten. So könne eine Regierung z.B. festlegen, dass weniger Bio-Sprit beigemischt werden müsse, wenn es sich um besonders umweltfreundlich hergestellten Kraftstoff mit hoher CO2-Einsparung gegenüber mineralischen Produkten handelt. (dpa)
Forscher fordern internationale Behörde für Biokraftstoffe
HWWI: Verschiedene Spritsorten müssen international vergleichbar gemacht werden