Opel hat sie lange schon in für Flotten relevanten Segmenten. Die Business-Ausstattungslinien, die formschlüssig in Richtung Vielfahrer zielen. Und sie sind so eingepreist, dass der Ein-Prozent-Versteuerer am Ende des Monats mehr Geld in der Tasche hat und dennoch mehr Auto bekommt. Hört sich merkwürdig an, ist aber so. Warum die zwei Business-Lines bei Opel nie auf den ersten Blick in den Preislisten zu finden sind, wüssten wir hingegen schon gern.
Egal, wir sind den Grandland X Business Innovation (BI) mit Topdiesel gefahren. Eine Kombination, die den Nagel auf den Kopf trifft. Denn hier vereinen sich 400 Newtonmeter Drehmoment mit einer gelassen agierenden Achtgang-Automatik und geben stets genug Reserven, um schnell und komfortabel von A nach B zu kommen. Ein Sparwunder ist die Kombination nicht. Knapp acht Liter sollten je 100 Autobahn-Kilometer eingeplant werden.
1.575 Kilogramm Gewicht
Auf der Langstrecke sorgen Fahrwerk und Sitze für Wohlbefinden. Ersteres tendiert in Richtung komfortabel, ist es jedoch nicht immer. Zu unsensibel poltern die 18-Zoll-Winterräder über Querfugen, zu schaukelig wird die Fuhre beim harten Bremsmanöver. Das konnte Opel schon mal besser. Dafür sitzen die in den Business-Linien serienmäßigen AGR-Fauteuils prima. Etwas weit geschnitten lassen sie sich vielfältig an den Körper anpassen und beim BI sind sie sogar stets beheiz- und entlüftbar. Die richtige Sitzposition sollte jeder finden.
Zurechtfinden werden sich hingegen nicht alle, wenn sie im Intellilink-Infotainmentsystem unterwegs sind, das von PSA übernommen wurde und die Rüsselsheimer haben es noch immer nicht geschafft, Außentemperaturanzeige und Uhrzeit ins Kombiinstrument zu integrieren. So gibt's bei aktivem Apple Carplay oder abgeschaltetem Display (Nachtfahrten) keine Temperaturinfo, was im Winter gefährlich ist.
Ebenso verbesserungswürdig empfanden wir die zu harte Armauflage in den Türen, den unergonomisch angebrachten Blinkerhebel und das Gluckern des Dieselsprits beim Ampelstopp. Alles Details, aber um die geht es eben. Denn gut kann jeder.
Dass das Platzangebot bei einem 4,48 Meter langen SUV stimmt, ist klar. Warum sich also bloß 300 Kunden im Februar für den Grandland X entschieden (Tiguan 2.059), ist nicht verständlich. Ein Grund könnte das Fehlen des 4x4-Antriebs sein. Ende 2019 kommt die Hybrid-Variante als Fast-Allrad. Was wir noch vermissen? Matrixlicht. Dem Grandland X wurde lediglich gutes LED-Licht mit auf den Weg gegeben. Alles in allem bekommen Käufer des 32.795 Euro teuren Grandland X 2.0D Business Innovation ein sehr gut und luxuriös ausgestattetes Kompakt-SUV mit leisem und kräftigem Diesel.
Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer
Opel Grandland X 2.0D
R4/1.997 | 130 kW/177 PS 400/2.000 | 8-Gang-AT | 9,5 s 211 km/h | NEFZ 4,8 D | 126 g/km 4.477 x 1.856 x 1.609 mm 514 - 1.652 LiterWartung: 12 Monate/30.000 kmEffizienz: AHK | VK | TK: 19 | 21 | 21Garantie: 2 Jahre/ohne Begrenzung
Autoflotte-Empfehlung
2.0D Business Innovation: 32.795Rückfahrkamera: 248 EuroDAB+: 193 EuroBeheizbares Lenkrad: 151 EuroSicherheitsnetz: 139 Euro