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Kleine Flotten explizit erwünscht

Bei einigen Leasing- und Fuhrparkmanagement-Gesellschaften sind "Kleinkunden" unerwünscht. Wer sich jedoch auf sie fokussiert, kann eine Erfolgsgeschichte daraus machen. Fleet-Hub wählte den Weg.


Datum:
05.07.2021
Autor:
mb
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Marcus Federhoff ist entspannt, leger und eher der Machertyp. Kurze Telefonate, keine langen Abstimmungen im Vorfeld und dann drei Wochen später: Autoflotte-Besuch im Büro im Münchener Süden. Schön, wenn es noch so unkompliziert funktioniert.

Digitalisierung ist der Schlüssel

Vor allem dann, wenn man weiß, wie digital und damit datengetrieben der ausgewiesene Flottenexperte Federhoff wahrscheinlich und das Unternehmen in jedem Fall ist. Das Unternehmen heißt Fleet-Hub und ist erst im Frühsommer 2020 entstanden. Der Fuhrparkmanagement-Dienstleister dockt in Pullach an München an und tanzt beispielsweise Sixt Mobility Consulting (SMC) auf den Köpfen rum - im wörtlichen Sinn. Denn Fleet-Hub hat seine Geschäftsräume exakt eine Etage über SMC. Doch, während Corona gegründet, wird auch bei Fleet-Hub wenig im Büro getanzt. Zumindest im Ensemble.

Denn auch die Pullacher arbeiten primär vom Homeoffice aus, was der hohe Grad der Digitalisierung begünstigt, ohne dass Service und Qualität leiden. Und das "klappt sehr gut", wie Federhoff auf Nachfrage bestätigt. Noch ist das Team von gut einer Hand voll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Federhoff führt, überschaubar. Wenngleich er eingesteht, dass wenig Führung nötig ist. Ein indirektes Lob an seine Kolleginnen und Kollegen. Denn das kleine Team harmoniert und hilft dort aus, wo Unterstützung benötigt wird - intern wie extern, remote, versteht sich. Und das, obwohl mittlerweile fast 20 Kunden auf Fleet-Hub vertrauen. Vornehmlich kleinere Unternehmen, die bei dem einen oder anderen Fuhrparkmanagement-Anbieter eine Absage erteilt bekamen, weil 15 Fahrzeuge doch arg wenig seien und man erst ab 50 oder mehr Autos starte. Doch machen die Pullacher eben in die andere Richtung keine Restriktionen und haben bereits den einen oder anderen Großkunden am Haken.

Kleine Flotten rechnen sich (auch)

Warum sich andere primär auf die großen Fuhrparks konzentrieren, ist klar. Denn die schiere Masse bringt meist mehr Ertrag. Wie sooft, ist das Skalieren ein wichtiger Aspekt, um hintenraus Rendite einzufahren. Doch wie Federhoff erzählt, ist das eher bei den "etablierten" Gesellschaften so, die in der Struktur gewachsen sind und sich zum Teil noch nicht auf die neue Situation umgestellt haben, die nicht erst seit Corona eingetreten ist, aber zuvor eher schleichend kam.

So profitiert Fleet-Hub bereits jetzt von den Kunden, die anderweitig kein Land sehen. Federhoff und seinem Team ist es dabei egal, wie viele Fahrzeuge eine Firma gemanagt haben möchte. Ebenso ist es zweitrangig, welche Dienstleistungen man in Anspruch nehmen will. "Wir können alles", sagt Federhoff kurz und trocken und man glaubt es ihm - auch beim Blick auf die stetig wachsende Liste der Kooperationspartner, von denen A.T.U selbstverständlich einer (von vielen) ist. Doch wer hier eine andere Werkstatt bevorzugt, bekommt diese ebenfalls.

Gestartet hat Fleet-Hub die Kundenakquise erst im Herbst 2020 - Corona-Hochzeit demnach. Was vermeintlich als großer Nachteil galt, münzten die Pullacher in einen Vorteil um. Denn wenn sie eines können, ist das "digital". So ist es aus heutiger Sicht meist zweitrangig, ob die Kundenansprache real oder virtuell stattfindet -"beides geht" -, attestiert Federhoff. So hat es zumindest bis dato den Anschein. Denn zufrieden ist Federhoff mit dem Start in jedem Fall; und auch die französische Muttergesellschaft Mobivia, zu der eben auch A.T.U gehört.

Im Angebot: das, was gefragt ist

Das Portfolio der Leistungen umfasst alles, was sich kleine, aber auch große Fuhrparks wünschen. Sei es eine eingehende Beratung, Führerscheinkontrolle, Wartungs-, Reifen- und Schadenmanagement, Tankkartennutzung, Remarketing, Mobilitätsbudgets und natürlich auch eine Rechnungsprüfung sowie das Reporting.

Gesteuert und bedient wird alles einfach via App und/oder Desktopanwendung. Sowohl für diejenigen die den Fuhrpark verwalten - was bei kleinen Flotten eben oft noch die Chefin selbst ist - als auch für die, die im Auto sitzen und diese nutzen. Und es ist unabhängig davon, ob es sich um einen persönlichen Dienstwagen handelt oder um ein Poolfahrzeug. Einfach aufgebaut und gut strukturiert wird man durch die Menüs der Fleet-Hub-App geführt, die nur die Punkte beinhaltet, die der Kunde gebucht hat - es soll ja stets übersichtlich bleiben. Ein Slogan von Fleet-Hub lautet daher auch "Maximale Flexibilität und einfache Anwendung".

Transparent sind daher auch die Preise für Kleinstflotten. Pro Auto werden in der Basisversion drei Euro im Monat fällig. Immer enthalten sind die App für die Nutzerkommunikation und das Fleetmanagement-Tool. Weitere Module sind nach eigenem Ermessen hinzubuchbar, austauschbar und somit gerade für kleine Fuhrparks recht individuell anpassbar. Wer möchte, kann das mit einem Fuhrpark von einem Pkw bereits tun. Je mehr Fahrzeuge es werden, desto geringer wird der Preis pro Fahrzeug (ab dem elften Wagen).

Kleinvieh macht auch ...

Im ersten Halbjahr 2021 waren rund zwei Drittel aller Pkw-Zulassungen gewerblich. Die meisten davon entfallen auf "Fuhrparks" mit weniger als 100 Fahrzeugen und clustern sich dann nochmals in "kleinklein" auf. Eine Zielgruppe, die offensichtlich viele Dienstleister unterschätzen. Der Trend hin zur Digitalisierung ist nicht aufzuhalten. Denn die Vorteile beispielsweise hinsichtlich der Zeitersparnis sind meist nicht von der Hand zu weisen. Gerade dann, wenn in kleinen Unternehmen die Fahrzeuge oft noch "nebenher" gemanagt werden.

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