Die Sixt AG wird trotz einer kürzlich per Gesetz verabschiedeten Pflicht zur Veröffentlichung von Vorstands- und Aufsichtsratsgehältern auch künftig keine entsprechenden Zahlen veröffentlichen. Wie der Online-Dienst der "Süddeutschen Zeitung" heute meldete, nutzt Firmenchef Erich Sixt die Ausnahmeregelung des Gesetzes, wonach Hauptversammlungen mit Drei-Viertel-Mehrheit gegen eine solche Veröffentlichung stimmen können. Mit 98 Prozent der anwesenden Stammaktien sei diese Mehrheit heute weit übertroffen worden, berichtete die Zeitung. Da Sixt selbst 57 Prozent der Stammaktien hält, war die Entscheidung im Vorfeld erwartet worden, da nie alle Anteilseigner zur Hauptversammlung kommen. Nach einem guten ersten Halbjahr 2005 erhöhte das Unternehmen heute zudem seine Prognose für das laufende Jahr. Statt den bisher vorhergesagten 20 Prozent Ertragssteigerung, solle diese zum Jahresende mindestens 25 Prozent betragen. Auch das Umsatzwachstum solle höher als die prognostizierten fünf Prozent ausfallen. (ng)
Sixt will Gehalt nicht nennen
Hauptversammlung stimmt gegen Veröffentlichungspflicht / Jahresprognose erhöht