Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) glaubt nicht an die kürzlich vom Konkurrenten Eurotax Schwacke prognostizierten Restwertverluste für Fahrzeuge ohne Partikelfilter (wir berichteten). Ohne sich direkt auf die Mitbewerber aus Maintal zu beziehen, erklärte die DAT in einer Mitteilung, die Zahlen seien zu hoch gegriffen. "Die Aussicht auf eine Förderung der Nachrüstung führt dazu, dass der Wertverlust bei den betreffenden Fahrzeugen letztlich auf die Nachrüstkosten, die weit niedriger sein werden als die kursierenden Wertverluste, begrenzt sein wird", hieß es weiter. Auch Meldungen, wonach Neufahrzeuge ohne Partikel-Filter einen Wertverlust von 1.000 Euro hinnehmen mussten, können vom Marktbeobachter nicht bestätigt werden. Eine spezielle Marktrecherche habe vielmehr ergeben, dass es bei Neufahrzeugen keine speziellen Nachlässe für einen nicht vorhandenen Rußfilter gibt. In Einzelfällen würden Käufer von einem Diesel- auf ein Benzin-Modell umsteigen. Es sei derzeit völlig unklar, in welcher Höhe eine Förderung der Nachrüstung erfolgen wird und inwieweit eventuelle Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge ohne Reinigungssystem verhängt werden. "Für die DAT ist deshalb nicht nachvollziehbar, woher jemand den Mut nimmt, Prognosen auf völlig ungesicherter Basis abzugeben, die nicht realistische Wertsteigerungen für Dieselfahrzeuge mit Partikel-Filter unterstellen", teilen die Stuttgarter noch einmal kräftig aus. (ng)
Streit um möglichen Wertverlust von Fahrzeugen ohne Partikelfilter
DAT: Zusätzliches Minus ist auf Höhe der Nachrüstkosten begrenzt