Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IdW) bezweifelt die Konkurrenzfähigkeit alternativer Kraftstoffe. Trotz immer knapperer Erdölreserven sei ein vollwertiger Kraftstoffersatz für Benzin und Diesel noch nicht verfügbar, so das Fazit der Publikation. Die Ökobilanz der Biokraftstoffe sei durchwachsen: Aufgrund des geringen Hektarertrags seien für Biodiesel große Anbauflächen erforderlich. Durch den Düngemittelbedarf stehe der Raps-Treibstoff in Sachen Stickoxide sogar schlechter da als herkömmlicher Diesel. Zudem lägen die Herstellungskosten von 76 Cent je Liter deutlich über der petrochemischen Alternative, die vor Steuern derzeit 51 Cent kostet. Dagegen habe sich bei fossilem Treibstoff seit Ende der siebziger Jahre der Ausstoß von Benzol im Straßenverkehr um 93 Prozent verringert, der von Schwefeldioxid um 99 Prozent. Auch die Kohlendioxidemissionen je gefahrenen Kilometer sind laut Studie spürbar zurückgegangen. Allerdings sei dies durch die um fast 80 Prozent gestiegene Fahrleistung überkompensiert worden. Getragen wird das IdW von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden. Hinzu kommen Fach- und Regionalverbände sowie Unternehmen aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor als außerordentliche Mitglieder. Mit Büros in Berlin und Brüssel arbeitet das Institut auch als Interessenvertretung der Wirtschaft. (ng)
Studie sieht keine Patentlösung bei alternativen Kraftstoffen
Institut der deutschen Wirtschaft: Durchwachsene Ökobilanz von Biodiesel