Überwiegend zufrieden mit dem Ausstieg

30.04.2012 12:02 Uhr

Überwiegend zufrieden mit dem Ausstieg

Umfrage | Wie läuft die Rückgabe aktuell nach Empfinden der Fuhrparkverantwortlichen ab? Reibungslos oder problematisch? Überraschendes Ergebnis: Ihre Aussagen fallen dieses Jahr recht gemäßigt aus.

Verhandeln wie in Marrakesch

– „Wir haben die unterschiedlichsten Erfahrungen mit der Rückgabe von Fahrzeugen bei verschiedenen Leasinggesellschaften gemacht. Größere Probleme hatten wir bisher nicht. Wir kennen die ganze Palette von Angeboten (z. B. Rücknahmepauschale). Von diesen Angeboten halten wir nichts, da letztendlich Rückgabeschäden nur vorfinanziert werden. Wenn die Fahrzeuge an das Autohaus zurückgehen, wird ein Gutachten von der Dekra erstellt. Dieser Zustandsbericht ist die Basis für das Gespräch mit unserem Großkundenverkäufer. – Ich liebe es, in Marrakesch am Jemaa el Fna (zentraler Marktplatz, Anm. der Redaktion) zu handeln! Bisher wurden wir immer wohlwollend behandelt. Letztendlich ist für Rückgabeschäden allein der Fahrer verantwortlich. Er hat es in der Hand, fremdes Eigentum schonend zu behandeln.“

Fuhrparkverantwortlicher aus Bayern

Endlose Diskussionen trotz Aufbereitung

– „Wir lassen jeden Pkw bei Rückgabe gründlich aufbereiten, dennoch berechnet uns fast jedes Mal der Leasinggeber eine komplette Fahrzeugreinigung und es führt jedes Mal zu endlosen Diskussionen, ob und wie sauber der Pkw abgegeben wurde. Des Weiteren ist uns aufgefallen, dass Kulanzanträge/Gewährleistungsreparaturen zum Beispiel für Rost an drei Jahre alten Pkw erst gar nicht an den Hersteller gestellt werden , sondern zunächst an uns weiterbelastet werden, und erst nach Nachfrage eine Kulanzanfrage gestellt wird. Wir versuchen inzwischen, jeden Pkw soweit es geht instand zu setzen, bevor die Rückgabe erfolgt. Zwar wird nach Schadenkatalog abgerechnet, aber oft werden die Schäden von uns anders beurteilt.“

Fuhrparkverantwortliche aus Nordrhein-Westfalen

Ein Auge zugedrückt

– „Mir ist nur ein einziger Fall bekannt, bei dem ein Fahrzeug beanstandet wurde. Hierbei handelte es sich um einen Lackschaden, für den der Leasinggeber 200 Euro haben wollte. Da aber das Folgefahrzeug vom selben Leasinggeber kam, war die Forderung schnell vom Tisch. In der Regel wird ein Auge zugedrückt, wenn das neue Auto von der gleichen Marke kommt. Ich habe rundum gute Erfahrungen gemacht.“

Fuhrparkleiter aus Baden-Württemberg

Schäden nachvollziehbar

– „Die Fahrzeuge werden von unserer Zentrale per Spedition abgeholt. Bei Abholung werden von der Spedition bereits äußerliche Schäden auf einem Protokoll vermerkt. Danach dauert es zirka zwei bis drei Wochen, bis die Fahrzeugbewertung, das Rücknahmeprotokoll und der detaillierte Fahrzeugzustandsbericht inklusive Fotodokumentation des Bewerters bei uns per E-Mail ankommen. Die Schäden sind im Großen und Ganzen nachvollziehbar und stimmen mit den von uns im Vorfeld gemachten Fotos überein. Sollten wir mit einigen Schäden nicht konform gehen, reklamieren wir diese. Entweder folgen weitere Detailbilder, die die Beschädigung nachvollziehbar machen, oder wir lehnen den Teil der Forderung ab. Die Parteien einigen sich dann.“

Fuhrparkleiter aus Niedersachsen

Immer eine Lösung gefunden

– „Bisher hatten wir keine Probleme bei der Rückgabe von unseren Leasingfahrzeugen. Bei Volkswagen gibt es eine Broschüre, in der Schäden definiert sind, die nicht unter die Rubrik ‚allgemeine Abnutzung‘ fallen. Wir haben mit unseren Händlern immer eine für uns zufriedenstellende Lösungen gefunden. Die Händler wollen ja schließlich auch in Zukunft Autos verkaufen.“

Geschäftsführer aus Nordrhein-Westfalen

| Protokoll: Mireille Pruvost

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