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Viel Van, ein bisschen Blingbling

SUV boomen, Vans sind tot. Kein Grund für Skoda, mit dem Enyaq ein SUV auf den Markt zu bringen, das auch ein Van sein kann - vollelektrisch, praktisch und irgendwie ein geschickter Lückenfüller.


Datum:
02.11.2020
Autor:
mb
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SUV lautet das Segment der Stunde. Auch Skoda macht mit und untergliedert, wo es nur geht. Zeitgleich sind Vans in der Bedeutungslosigkeit versunken. Doch Obacht: Kennen die Tschechen die Autokaufenden besser? Mit dem Enyaq bringen sie eine Art Van auf den Markt und drehen damit vielleicht den Mindset vieler Käufer. Und wer den Van - ehemals als Pampersbomber verschrien - per se nicht mag, bei dem geht der Enyaq eben auch als geräumiger Kombi durch. Egal. Denn elektrisch ist er immer und besetzt eine Nische, die bald keine mehr sein wird.

130 LED in der Front

Denn wer aktuell nach einem geräumigen Elektro-Fahrzeug Ausschau hält, findet kaum Auswahl. Erst recht, wenn der Preis mit ins Kalkül einbezogen werden soll. Der Skoda Enyaq macht da strahlend auf sich aufmerksam. So leuchten (auf Wunsch) 130 LED im Kühlergrill, der keiner ist. Zu haben ist dieses Gimmick bei der limitierten Founders Edition, der sportlichen RS-Version und den hochwertigsten Ausstattungslinien. Ansonsten ist auch dieser Skoda ein recht klassisches Automobil. Keine Sperenzchen, keine wilden Ideen, keine Wagnisse. Dieses Elektroauto ist für Menschen gemacht, die keine Elektroautos möchten. Für die, denen ein ID.3 zu fancy ist, ein Hyundai Kona zu klein und ein Mercedes EQC übers Ziel hinaus. Beim Enyaq stimmt mal wieder fast alles - bis auf die Emotionen. Innen gibt es - wie immer bei den Tschechen - viel Platz. Vorne, hinten und ganz hinten. In 4,65 Metern Länge und gut 1,60 Metern Höhe sitzt es sich gemütlich. Gerade dann, wenn der Stoffbezug aus 40 Prozent Schurwolle und 60 Prozent Altplastikflaschen gewählt wurde. Das 13-Zoll-Infotainment-Display (10-Zoll-Serie) steht wie eine Mauer auf dem Armaturenträger. Die wichtigsten Informationen werden bereits via kleinem 5,3-Zoll-Digital-Cockpit angezeigt. Was mickrig wirkt, lugt ziemlich klasse zwischen dem Lenkrad hindurch und lässt sich schnell durchblicken. Zusätzlich kann ein "echtes" Headup-Display geordert werden. Haptische Tasten in der Mittelkonsole ermöglichen den Schnellzugriff auf wichtige Funktionen. Gut gemacht.

Serienmäßig sind lediglich vier Lautsprecher installiert. Bei den stärkeren Versionen sind es acht und gegen Aufpreis gibt es das Canton Soundsystem mit zwölf Boxen. Der Armaturenträger ist aufWunsch mit feinem Stoff (wie im Octavia) ausgeschlagen. Oder mit Leder. Im Enyaq sind nicht nur die Stoffsitze gut fürs Ökogewissen. Auch wer sich Leder unterm Allerwertesten gönnt und damit das eine oder andere Rind auf dem Gewissen hat, soll meinen, dass die "EcoSuite" genannte Tierhaut fair abgezogen wurde. Wir stehen auf den Plastik-Schurwolle-Mix, der fühlt sich klasse an und sieht toll aus.

Fünf Leistungsstufen

Toll ist auch die Auswahl an Motoren und Antrieben. Zwischen 148 und 306 PS stehen zur Wahl. Heckantrieb gibt es bei den schwächeren Versionen (148/180/204 PS), Allrad ist ab 265 PS obligatorisch. Der Motor sitzt im Heck, beim Allrad zusätzlich vorne. Und von dort wird auch ordentlich Schub entwickelt. So schafft der RS den Sprint bis 100 km/h in 6,2 Sekunden - dann zieht auch die Vorderachse. Denn die 265- und 306-PS-Versionen haben stets Allradantrieb. Trotz größtem Akku (82-kWh-Akku) sinkt bei den Allradlern die Reichweite von 510 auf 460 Kilometer - theoretisch. Die kleinste Variante, der iV50 soll 340 WLTP-Kilometer abspulen und maximal 160 km/h schnell werden. 180 km/h schaffen die Topversionen. Serienmäßig wird mit einer Geschwindigkeit von 50 kW geladen. Wer extra zahlt, kann bis zu 125 kW "schnell werden". Dann füllt sich der Akku von fünf auf 80 Prozent in weniger als 40 Minuten. Serienmäßig sind an der Wallbox 7,4 kW drin, 11 kW kosten extra.

Warum wieder Skoda?

Vereinfachen ist auch beim Enyaq angesagt. Ein spezieller Gummieinsatz beim Ladeanschluss soll Wasser und Schnee rund um den Stecker vermeiden. Ein schmutziges Ladekabel wird mittels Reinigungsschwamm gesäubert, zwei Ablagefächer für zwei Handys ganz vorne - eins kann induktiv geladen werden - schaffen Ordnung.

So hat Skoda es geschafft, den Nutzen eines Vans mit einer Prise Raffinesse zu würzen. Etwa 29.000 Euro netto wird der Enyaq mit dem 148-PS-Antrieb kosten. Einen ID.3 gibt es derzeit für 30.700.

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