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Ausgabe 01/02/2019

Aufgefrischter Franzose

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© AUTOFLOTTE

Renault schickt den Kadjar mit neuen Motoren ins Rennen. Schade: Alle Assistenten kosten Aufpreis.

Renault hat sein Kompakt-SUV Kadjar aufgefrischt. Man muss genau hinschauen, um die Unterschiede bei Kühlergrill, Stoßfänger oder die Voll-LED-Scheinwerfer zu erkennen. Ein sicherer Hinweis: Die Stab-Antenne ist verschwunden und durch eine Finne ersetzt worden, die für besseren Empfang bei Radio und Navi sorgen soll.

Neue Turbo-Benziner mit Filter

Innen gibt es Ambientelicht und neue Getränkehalter. Der 7-Zoll-Touchscreen für das Navisystem (ab 748 Euro) ist jetzt bündig in die Mittelkonsole eingelassen. Zwei weitere USB-Anschlüsse sind im Fond.

Nichts geändert hat sich an der Materialauswahl und der Verarbeitung: Beides ist nicht schlecht. Das gilt auch für die Sitze, die dennoch eher für Kurzstrecken taugen. Die wichtigste Neuheit steckt beim Kadjar unter der Motorhaube: Die bisherigen Turbo-Benziner mit 1,2 und 1,6 Liter Hubraum sind rausgeflogen und durch einen partikelgefilterten, Euro-6d-Temp-sauberen 1,3-Liter-Vierzylinder ersetzt worden. Dieser verrichtet auch im Nissan Qashqai seinen Dienst; ebenso mit140 und 159 PS.

Mit 240 Nm Drehmoment ist das Einstiegsaggregat ausreichend stark, um den Kadjar in 10,4 Sekunden auf Tempo 100 zu bringen. Mit 203 km/h ist er mehr als ausreichend schnell und mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern akzeptabel sparsam. Los geht's bei 18.900 Euro für die 140-PS-Version in der Basis-Ausstattung Life. An Bord: Klima, CD-Radio und Tempomat. Die 16-Zoll-Stahlräder sind praktikabel, aber mickrig. Für den TCe 160 werden mindestens 24.185 Euro fällig. In der Limited-Deluxe-Edition gibt es Klimaautomatik, 17-Zoll-Alus, doppelten Ladeboden und umklappbaren Beifahrersitz.

So können auch lange Gegenstände problemlos verstaut werden. Beide Benziner rollen ab Werk mit einer Sechsgang-Handschaltung vom Band; und das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe (1.596 Euro) sollte man erst nach einer ausgiebigen Probefahrt bestellen. Obwohl der Automat den Standardsprint auf dem Papier verkürzt, wirkt der selbstschaltende Stark- Otto auf unserer Testfahrt zäher als sein kleiner Bruder mit manuellem Getriebe.

Diesel-Allrad-Kombi folgt

Für Diesel-Fans geht es ab 23.101 Euro los. 115 PS und 260 Nm treiben den Blue dCi 115 an. Ein 1,7-Liter-Diesel, der mit Allrad kombiniert werden kann, wird folgen, allerdings nur in der Top-Ausstattung Bose Edition. Ebenfalls kostspielig sind Assistenzsysteme: Dass automatische Parkfunktion, Spurhaltewarner und Tot-Winkel-Überwachung bezahlt werden müssen, ist nachvollziehbar. Unverständlich ist, dass der Notbremsassistent nur in der Top-Version und gegen Geld zu haben ist. Und: Schmankerl wie einen Staupilot gibt es nur im Technik-Bruder Qashqai.

Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer

Autoflotte-Tipp

Renault Kadjar TCe 140 LifePreise: ab 18.900 EuroR4/1.332 cm³ | 103 kW/140 PS 240 Nm/1.600 U/min | 6-Gang 10,4 s | 203 km/h | 5,9 S | 135 g/km 4.489 x 1.836 x 1.613 mm 472 - 1.478 LiterWartung: 24 Monate/30.000 kmEffizienz: CEmission: Euro 6d-TempHK | TK | VK: 20 | 23 | 22Garantie: 2 Jahre/150.000 km

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