suchen
Ausgabe 01/02/2019

Aufgefrischter Franzose

1180px 664px

© AUTOFLOTTE

Renault schickt den Kadjar mit neuen Motoren ins Rennen. Schade: Alle Assistenten kosten Aufpreis.

Renault hat sein Kompakt-SUV Kadjar aufgefrischt. Man muss genau hinschauen, um die Unterschiede bei Kühlergrill, Stoßfänger oder die Voll-LED-Scheinwerfer zu erkennen. Ein sicherer Hinweis: Die Stab-Antenne ist verschwunden und durch eine Finne ersetzt worden, die für besseren Empfang bei Radio und Navi sorgen soll.

Neue Turbo-Benziner mit Filter

Innen gibt es Ambientelicht und neue Getränkehalter. Der 7-Zoll-Touchscreen für das Navisystem (ab 748 Euro) ist jetzt bündig in die Mittelkonsole eingelassen. Zwei weitere USB-Anschlüsse sind im Fond.

Nichts geändert hat sich an der Materialauswahl und der Verarbeitung: Beides ist nicht schlecht. Das gilt auch für die Sitze, die dennoch eher für Kurzstrecken taugen. Die wichtigste Neuheit steckt beim Kadjar unter der Motorhaube: Die bisherigen Turbo-Benziner mit 1,2 und 1,6 Liter Hubraum sind rausgeflogen und durch einen partikelgefilterten, Euro-6d-Temp-sauberen 1,3-Liter-Vierzylinder ersetzt worden. Dieser verrichtet auch im Nissan Qashqai seinen Dienst; ebenso mit140 und 159 PS.

Mit 240 Nm Drehmoment ist das Einstiegsaggregat ausreichend stark, um den Kadjar in 10,4 Sekunden auf Tempo 100 zu bringen. Mit 203 km/h ist er mehr als ausreichend schnell und mit einem Durchschnittsverbrauch von 5,9 Litern akzeptabel sparsam. Los geht's bei 18.900 Euro für die 140-PS-Version in der Basis-Ausstattung Life. An Bord: Klima, CD-Radio und Tempomat. Die 16-Zoll-Stahlräder sind praktikabel, aber mickrig. Für den TCe 160 werden mindestens 24.185 Euro fällig. In der Limited-Deluxe-Edition gibt es Klimaautomatik, 17-Zoll-Alus, doppelten Ladeboden und umklappbaren Beifahrersitz.

So können auch lange Gegenstände problemlos verstaut werden. Beide Benziner rollen ab Werk mit einer Sechsgang-Handschaltung vom Band; und das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe (1.596 Euro) sollte man erst nach einer ausgiebigen Probefahrt bestellen. Obwohl der Automat den Standardsprint auf dem Papier verkürzt, wirkt der selbstschaltende Stark- Otto auf unserer Testfahrt zäher als sein kleiner Bruder mit manuellem Getriebe.

Diesel-Allrad-Kombi folgt

Für Diesel-Fans geht es ab 23.101 Euro los. 115 PS und 260 Nm treiben den Blue dCi 115 an. Ein 1,7-Liter-Diesel, der mit Allrad kombiniert werden kann, wird folgen, allerdings nur in der Top-Ausstattung Bose Edition. Ebenfalls kostspielig sind Assistenzsysteme: Dass automatische Parkfunktion, Spurhaltewarner und Tot-Winkel-Überwachung bezahlt werden müssen, ist nachvollziehbar. Unverständlich ist, dass der Notbremsassistent nur in der Top-Version und gegen Geld zu haben ist. Und: Schmankerl wie einen Staupilot gibt es nur im Technik-Bruder Qashqai.

Alle Preise netto zzgl. Umsatzsteuer

Autoflotte-Tipp

Renault Kadjar TCe 140 LifePreise: ab 18.900 EuroR4/1.332 cm³ | 103 kW/140 PS 240 Nm/1.600 U/min | 6-Gang 10,4 s | 203 km/h | 5,9 S | 135 g/km 4.489 x 1.836 x 1.613 mm 472 - 1.478 LiterWartung: 24 Monate/30.000 kmEffizienz: CEmission: Euro 6d-TempHK | TK | VK: 20 | 23 | 22Garantie: 2 Jahre/150.000 km

360px 106px



Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
BVF-Statement zu Plänen Scheuers

Deutschland bitte zuerst

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forciert ein europaweites einheitliches Bezahlsystem fürs Stromladen und Wasserstofftanken. Der Bundesverband Fuhrparkmanagement...


img
Audi Q5 Sportback

Der schnittige Bruder

Der Trend zum SUV-Coupé lebt weiter. Bei Audi nun auch in der Crossover-Mittelklasse.


img
Fahrbericht Porsche Taycan 4S

Darf's ein bisschen weniger sein?

Porsche bietet inzwischen den Taycan auch in einer Basisversion an. Wobei der Begriff "Basis" relativ ist, vor allem, was Leistung und Preis angeht.


img
VMF-Forderung

E-Auto-Nutzung erleichtern

Der Verband der herstellerunabhängigen Mobilitäts- und Fuhrparkmanagementgesellschaften (VMF) fordert mehr technische, gesetzliche, finanzielle und strukturelle...


img
Grüne machen Kompromissvorschlag

Bewegung im Raser-Streit

Die Grünen wollen sich bis zur Bundesratssitzung Anfang Oktober mit dem Bund einigen und bringen auch eine Abkehr von ihren bisherigen Positionen im Streit um eine...