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Ausgabe 07/2016

Nordischer Fortschritt

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© AUTOFLOTTE

S80 und V70 sind passé, Volvos große Limousinen und Kombis heißen künftig S90 und V90. Beide bedienen sich der mit dem XC90 eingeführten SPA-Architektur.

_ S90 und V90 heißen die neuen Spitzen-Limousinen und Kombis von Volvo. Als Nachfolger von S80 und V70 unterscheiden sie sich komplett von ihren Vorgängern: Wie das große SUV XC90 stehen sie auf der aktuellen Volvo-SPA-Plattform.

Familiendesign

Mit S90 und V90 wollen die Schweden beweisen, dass sie nicht nur SUV können. Tatsächlich sieht man den Fortschritt gegenüber S80 und V70 auf den ersten Blick. Beide tragen die neue Volvo-Linie zur Schau, inklusive LED-Tagfahrlicht in "Thors Hammer"-Ausgestaltung und boomerangförmigen Rückleuchten. Anders als beim XC90 ist der Kühlergrill beider Modelle konkav gestaltet und wirkt damit noch prägnanter.

Auch innen erinnert nichts mehr an S80 und V70: Stil und Materialien kennen wir bereits aus dem XC90, und die Verarbeitungsqualität hat deutlich gewonnen. Zeichen neuer Infotainmentsysteme ist der 6,5 bis neun Zoll große Touchscreen in der Mittelkonsole, die 12,3 Zoll große digitale Instrumentierung fällt ebenfalls sofort ins Auge.

Pilotiertes Fahren

Unter dem Blech macht die SPA-Architektur ebenfalls alles neu. An der Hinterachse hält die platz- und laut Volvo auch gewichtsparende Querblattfeder Einzug, zudem gibt es neue Assistenzsysteme. Grundsätzlich sind die ebenfalls aus dem XC90 bekannt, in S90 und V90 legt Volvo aber noch eine Schippe drauf: Neu sind eine Wildtiererkennung sowie die sogenannte Road Edge Detection, die vor dem Abkommen von der Fahrbahn schützen soll. Außerdem fahren alle 90er-Volvo mit Einführung von S90 und V90 bis zu Geschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern pilotiert, auch ohne vorausfahrendes Leitfahrzeug. Autonomes Fahren bedeutet das aber noch nicht, das System verlangt weiterhin immer die volle Aufmerksamkeit des Fahrers.

Vier Motoren bietet Volvo für S90 und V90 zum Start an, und zwar die 190 und 235 PS starken Diesel D4 und D5 sowie die Benziner T5 und T6 mit 254 und 320 PS. Eine Achtgang-Automatik ist immer an Bord, bei D5 und T6 zudem Allradantrieb. Die Top-Motoren standen auch für erste Ausfahrten bereit.

Genügend Power

Beide Versionen fuhren mit adaptivem Luftfahrwerk vor, dessen Comfort-Modus seinem Namen alle Ehre macht. Die Federung schluckt auch ausgeprägte Straßenschäden weg, ohne die Stöße an die Passagiere weiterzugeben. Freunde strafferer Fahrwerke wählen den Dynamic-Modus, der immer noch sehr komfortabel federt. Der D5 und T6 erweisen sich als äußerst laufruhig, der D5 profitiert erstmals vom Power Pulse, quasi einem kleinen Kompressor, der den Turbo bei niedrigen Drehzahlen unterstützt und so das Turboloch verhindern soll. Auf der Testfahrt tat er das erfolgreich, das Auto zeigte sich aus dem Stand oder beim Beschleunigen aus niedrigeren Geschwindigkeiten sehr dynamisch. Über zu wenig Power können sich aber auch T6-Fahrer nicht beklagen.

Generell sind S90 und V90 im Passagierabteil äußerst geräumig, maximal 1.526 Liter Gepäckraumvolumen im Kombi sind bei 4,94 Metern Länge jedoch alles andere als rekordverdächtig. Marktstart für den S90 (ab 35.924 Euro) ist Ende Juli, den V90 gibt es ab Ende September und ab 38.437 Euro. Den Plug-in-Hybrid T8 Twin Engine reicht Volvo zum Jahresende nach.

Eine Bildergalerie finden Sie im Autoflotte ePaper unter digital.autoflotte.de

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