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Autokauf der Zukunft

Wenn Virtuelles real wird

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Virtuelle und reale Welt verbinden sich zukünftig.
© Mackevision

Die Innovationsexperten von Accenture haben in Stuttgart das Customer Experience Center eröffnet und gewährten Autoflotte einen Blick in eine mögliche Zukunft des Autohandels.

Es ist kein Geheimnis mehr, dass sich die klassischen Vertriebsstrukturen in der Automobilbranche verändern werden. Laut einer aktuellen Accenture-Studie kann sich jeder fünfte potenzielle Autokäufer vorstellen, sein Fahrzeug online zu erwerben - und tatsächlich tun vor allem Dienstwagenfahrer das heute bereits oft, denn viele Leasinganbieter haben einen Konfigurator für die Nutzer im Portfolio und die Bestellung läuft komfortabel digital.

Dahinter steckt vielleicht auch die Sehnsucht, das Auto wie die Turnschuhe nach Hause oder ins Büro geliefert zu bekommen: König Kunde ist verwöhnt durch die Online-Verfügbarkeit zahlreicher Waren rund um die Uhr. Dies führt nicht nur bei Autohändlern zu einem Schreckensszenario, auch die Autohersteller stehen in der Pflicht, sich den Herausforderungen zu stellen. Bestenfalls gelingt es ihnen, das Wasser des stetig wandelnden digitalen Internet-Flusses auf ihre Mühlen zu leiten.

Hier treten Accenture und sein Stuttgarter Tochterunternehmen Mackevision Medien Design in Erscheinung. Denn die Verschmelzung von physischen und digitalen Welten gehört zu deren Kernkompetenzen. So erläutert Axel Schmidt, Senior Managing Director von Accenture: "Unser neues Customer Experience Center (CEC) ermöglicht es Kunden, digitale und mixed Reality-Lösungen für ein neues Mobilitäts-Ökosystem zu erleben - ohne dabei die Kundenorientierung aus dem Blick zu verlieren. Unser Ziel ist es, Automobilhersteller bei der Transformation von Kernprozessen, Kundenerlebnissen und Geschäftsmodellen zu unterstützen."

Tablet -> Augmented -> Realität

Zur Veranschaulichung demonstrieren die CEC-Strategen, wie ein Kaufprozess künftig ablaufen könnte - sofern datengestützte Visualisierungsplattformen auch auf den Webseiten der Hersteller und Händler installiert sind: Nachdem der Kunde bereits zuhause auf dem Smartphone seinen Wunschwagen in wesentlicher Ausführung mittels virtueller Realität in seiner eigenen Hausauffahrt in Augenschein genommen hat, stellt er ihn in eine Art virtuelle Garage - und packt ihn schließlich per Code im Schauraum des Händlers wieder aus. Dort findet dann alles Weitere in größeren Dimensionen statt: Von der exakten Ausstattung bis hin zur gewünschten Farbe der Sitzziernähte erscheint das Fahrzeug auf einer Bildschirmwand. 3D-Brillen machen das Erlebnis im und am virtuellen Fahrzeug komplett. Zudem sind auf einem Simulator individuelle Testfahrten im maßgeschneiderten Mobil möglich.

Was auch in Zukunft den Mehrwert für alle Beteiligten markieren wird: das Zubehör-Beratungsgeschick des Verkäufers. Zweiflern gibt Schmidt mit auf den Weg: "Es wird immer Personen geben, die sich im Vorfeld genau mit dem Produkt auseinandersetzen - und dann für individuelle Details sowie ein abgestimmtes Mobilitäts-Gesamtangebot die Geschicke eines Händlers oder Agenten in Anspruch nehmen wollen."

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