suchen
Autonomes Fahren 2019

General Motors will Roboter-Taxis einsetzen

1180px 664px
Die Zukunft der Robotor-Taxis: GM hat mit 2019 einen konkreten Zeitpunkt ausgegeben, ab dem der Konzern autonomes Fahren für die Allgemeinheit auf die Straßen bringen will.
©

Für die Autowelt ist autonomes Fahren eines der entscheidenden Zukunftsthemen. GM prescht beim Thema Roboter-Taxis mit einem ehrgeizigen Zeitplan vor. Der Autoriese rechnet mit guten Geschäften.

Der US-Autokonzern General Motors (GM) drückt bei selbstfahrenden Autos aufs Tempo und will bereits im Jahr 2019 Roboter-Taxis auf die Straße bringen. Der Zeitplan basiere allerdings auf aktuellen Fortschritten der Technologie, schränkte GM in einer Präsentation am Donnerstag ein. Der Konzern bringt damit aber ein früheres Datum als viele Rivalen ins Gespräch und könnte sich nach Einschätzung von Experten an die Spitze der Entwicklung setzen.

GM hatte im vergangenen Jahr das Roboterwagen- gekauft und testet aktuell selbstfahrende Autos im Straßenverkehr, etwa in San Francisco. Bisher bieten der Fahrdienst-Vermittler Uber und das Start-up Nutonomy testweise Fahrten in selbstfahrenden Autos für Fahrgäste an. Roboter-Taxis planen neben GM aber unter anderem auch Daimler, Uber und Renault.

GM-Finanzchef: "Gewinn von bis zu 30 Prozent möglich"

Obwohl sowohl Tech-Unternehmen als auch viele andere Autobauer auf Hochtouren zum autonomen Fahren forschen, ist GM einer der ersten Entwickler, die einen Zeitplan für die Kommerzialisierung der Technologie umreißen. Der Konzern rechnet sich lukrative Geschäfte aus. Finanzchef Chuck Stevens geht davon aus, dass der Markt für Roboter-Taxis bis 2025 ein Volumen von mehreren Hundert Milliarden Dollar erreicht und Gewinnspannen von 20 bis 30 Prozent drin sind. Das wäre deutlich mehr, als man bei der Autoproduktion verdient.

Bei der Entwicklung selbstfahrender Autos holen die etablierten Größen der Industrie im Wettrüsten mit den Tech-Giganten aus dem Silicon Valley laut Marktbeobachtern wieder auf. Angesichts des Engagements von Googles Schwesterfirma Waymo, Uber, Tesla oder auch Apple hatten GM und Ford zwischenzeitlich ziemlich alt ausgesehen.

Doch mittlerweile scheint sich das Blatt zu wenden. Denn um Apple blieb es beim Thema Roboterwagen zuletzt ruhig, Tesla kämpft mit Problemen, und die zwei anderen Konkurrenten bremsen sich selbst aus. Waymo hat Uber wegen angeblichen Technologie-Diebstahls vor Gericht gebracht, der Rechtsstreit bindet Kräfte und dürfte sich noch länger hinziehen. Das spielt den zeitweise schon abgeschriebenen Branchenurgesteinen aus der US-Autometropole Detroit in die Karten.

Chancen mit Start-up Cruise Automation 

GM sei bei der Entwicklung von Roboterautos mittlerweile ganz vorne mit dabei, sagte Experte Reilly Brennan von Trucks Venture Capital dem Wirtschaftsblatt "Bloomberg Businessweek". Der US-Autoriese sei durch den Kauf von Cruise Automation attraktiv für Tech-Talente geworden. Die Mitarbeiterzahl der Firma, für die GM laut Bloomberg ohne erfolgsabhängige Prämien 581 Millionen Dollar (488 Mio Euro) hinlegte, ist seit der Übernahme von etwa 40 auf über 400 gestiegen. (dpa)

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Autonomes Fahren:





Fotos & Videos zum Thema Autonomes Fahren

img

Jaguar Land Rover Projekt Vector

img

Cruise Origin

img

BMW i Interaction Ease

img

Neuheiten der CES 2020

img

Toyota LQ Concept

img

Citroën-Studie 19_19


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2020 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Dataforce-Analyse

So reagieren Flottenmanager auf Corona

Wie flexibel arbeiten Fuhrparkleiter in der Corona-Krise? Wie kann man sie erreichen und woher beziehen sie ihre Informationen? Antworten darauf liefert eine Branchenanalyse...


img
Mobiliätsgeschäft

VMF-Netzwerk wächst deutlich

Der Fuhrparkdienstleister- und Mobilitätsverband erfährt nach der Neuausrichtung im vergangenen Jahr einen wahren Boom. Qualitativ will man weiterwachsen.


img
Fahrbericht Audi RS4 Avant und RS5

Leidenschaft statt Langeweile

Sie sind tadellos, aber ohne großes Temperament: A4 und A5 galten zuletzt als unterkühlte Perfektionisten, die den Puls kaum aus der Reserve locken können. Bei den...


img
Interview mit Share-Now-CEO

Teilen unter neuen Vorgaben

Wenn die Mobilität zurückgefahren wird, wie im Moment, spüren dies auch die Sharing-Anbieter. Autoflotte sprach mit Olivier Reppert, CEO von Share Now, über die...


img
Notbremsassistenten bei Transportern

Noch Verbesserungsbedarf

Notbremsassistenten helfen Unfälle zu vermeiden. In Transportern werden sie erst 2022 Pflicht. Sie sollten aber früher und verbessert zum Einsatz kommen, fordert...