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Fahrbericht Audi A3 Plug-in-Hybrid

Immer schön sauber bleiben

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Audi bietet den A3 als Plug-in-Hybrid an.
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Der VW-Konzern macht sein kompaktes Quartett von Plug-in-Hybriden komplett. Nach VW Golf GTE, Seat Leon e-Hybrid und Skoda Octavia IV erscheint jetzt ein Teilzeitstromer aus der A3-Familie.

Von Peter Maahn

Wohl dem, der einen großen Baukasten hat und sich daraus bedienen kann. Wie es etwa die einzelnen Marken des VW-Konzerns tun. Nachdem bei VW der Golf GTE, bei Seat der Leon e-Hybrid und bei Skoda der Octavia schon mit einem Duo aus Benzinmotor und E-Triebwerk unterwegs sind, greift jetzt auch die Konzern-Nobelmarke Audi in die Schatzkiste und elektrifiziert mit dem ab 32.300 Euro netto erhältlichen A3 Sportback das edelste Blatt des Kompkat-Quartetts.

Die Zwei-Motoren-Technik des Ingolstädters ist also hinreichend bekannt: Ein 1,4-Liter-Benziner mit 110 kW / 150 PS bildet zusammen mit einem 80 kW / 109 PS-Elektromotor eine kraftvolle Allianz, die gemeinsam auf 150 kW / 204 PS kommt. Viel Power also für einen 4,34-Meter-Fünftürer, dessen schwächste Version mit einem bescheidenen Einliter-Dreizylinder und 81 kW / 110 PS auskommen muss. Die A3-Famlie wurde im Frühjahr rundum erneuert, aber jetzt erst wird der Plug-in-Hybrid neu aufgelegt, auch wenn er nicht mehr den Beinamen "e-tron" im Typenschild tragen darf. Dieser Ehrentitel ist jetzt den reinen Stromern vorbehalten.

Autos, die mindestens 50 Kilometer weit rein elektrisch unterwegs sein können, liegen dank staatlicher Unterstützung derzeit im Trend. Wer seinen A3 also mit Doppelherz bestellt, darf sich über einen Geldregen von 6.750 Euro netto (7.177,50 Euro brutto) freuen, davon 4.500 Euro vom Steuerzahler. Und ein E-Kennzeichen weist den Besitzer zudem noch als "umweltfreundlich" aus. Und wer stets diszipliniert nachlädt, kann zumindest wohl die meisten Alltagsstrecken tatsächlich rein elektrisch zurücklegen.

Fast 50 Kilometer sauberes Gleiten

Dazu bringt der Audi verschiedene Einstellungen mit. Gestartet wird immer rein elektrisch, der Verbrenner hat Pause. Laut Norm kommt der A3 so über 60 Kilometer weit. Da wir aber nicht auf dem Prüfstand, sondern im richtigen Leben auf Landstraßen und Autobahn unterwegs sind, freuen wir uns unterm Strich über fast 50 Kilometer sauberes Gleiten. Das erfordert aber einen sensiblen Gasfuß, den Verzicht auf Zwischenspurts und Austoben auf der linken Autobahn-Spur. Das ist bei allen Autos dieser Art so, da macht der Audi keine Ausnahme.

Im Alltag ist der "Hybrid-Mode" die wichtigste Wahl, wenn man denn nicht schon vorher weiß, dass man nur 20 Kilometer zum Arbeitsplatz unterwegs sein wird. Bei dieser Einstellung entscheidet der Bordcomputer, wie die Kraft der beiden Triebwerke genutzt wird. Das bedeutet dann bei normaler Fahrt wegen des ständigen automatischen Hin- und Herschaltens zwischen den Motoren einen Verbrauch von rund fünf Litern. Gut für einen Benziner, aber eben doch weit entfernt von "grünem" Anspruch. Und ein flotter Ritt zwischen zwei Ausfahrten auf der Autobahn macht selbst diese Bilanz schnell zunichte.

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Laut Norm kommt der A 3 so über 60 Kilometer weit.
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Das Ganze kann der A3-Nutzer in einem wie gewohnt edlem Ambiente erleben. Eben einem Premium-Auto mit erlesenen Materialen, einem großen Zentralmonitor mit Google-Earth-Darstellung, großen und selbst wählbaren Anzeigen, übersichtlicher Bedienung und gegen Mehrpreis vielen Feinheiten aus der Preisliste. Kein Problem, den A3 noch 15.000 Euro wertvoller zu machen. Das ist bei den vielen anderen Versionen mit Benziner oder Diesel nicht anders. Wie alle kompkaten Audi erfreut auch der Plug-in mit perfektem Handling, grandiosen Bremsen und Komfort der feinen Art.

So bleibt das Besondere am TFSI mit dem Buchstaben "e" dahinter eben das Elektrische. Und der heftigen Kritik an der Zwei-Motoren-Technik kann der Besitzer nur entgegentreten, wenn er sich eben auf das bewusst schonende Fahren in seinem Schmuckstück einlässt. Das allerdings bedingt auch eine neue Bescheidenheit und den Verzicht auf den gewohnten Spaß mit mit Gasfuß. Und auch etwas Geduld. Denn der A 3 kann nicht an einer Schnellladesäule andocken. Vier Stunden dauert es daher, bis ein leergefahrerer Akku wieder in vollem Saft steht. Wer am Stadtrand lebt und täglich zur Arbeit eine überschaubare Distanz überwindet, muss sich also sein Umweltsiegel verdienen, in dem er allabendlich sein Auto an die Steckdose hängt, um dann morgens wieder einen reinen Stromer bewegen zu können.

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