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Fahrbericht Opel Combo Life

Platz satt

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Opel bringt Ende September den Combo Life auf den Markt.
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Nach seinen Schwestermodellen Citroen Berlingo und Peugeot Rifter steht jetzt auch der Opel Combo in den Startlöchern. Der Hochdachkombi verleitet zum Suchen und setzt auf warme Finger.

Von Elfriede Munsch/SP-X

Nach Crossland X und Grandland X kommt ab Ende September die dritte Zusammenarbeit zwischen Opel und dem mittlerweile zum neuen Eigentümer der Rüsselsheimer gewordenem französischen Konzerns PSA auf den Markt: der Hochdachkombi Combo Life. Das Fahrzeug wird in zwei Längen (4,40 und 4,75 Meter) für je fünf oder sieben Personen angeboten. 597 bis 2.126 Liter in der Kurzversion und 850 bis 2.693 Liter in der langen Variante betragen die Kofferraumvolumina. Die Preisliste startet ab 16.803 Euro netto (Selection) für die Kurzversion und ab 19.706 Euro netto (Edition) jeweils mit dem 110 PS starken 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo. Serienmäßig gehören neben einem Frontkollisionswarner mit automatischer Gefahrenbremsung und Fußgänger-Erkennung noch ein Müdigkeits-, Spurhalte-, Verkehrschilderkennungs- sowie in Berganfahrassistent zum Lieferumfang.

Schon der 4,40 Meter lange Combo bietet reichlich Platz. Die Fahrzeuggattung profitiert von dem schnörkellosen Grundriss, die mit dem einfachen Grundsatz Breite mal Höhe ein üppiges Raumangebot schafft. Schnörkellos gibt sich auch das Opel-Design.

Der Dreizylinder mit 81 kW / 110 PS ist der einzige Benziner im Motorenprogramm. Er spurtet unter dezentem Surren tapfer los. Immerhin 205 Nm generiert der kleine Turbo und kommt, sofern der Fahrer das leichtgängige Sechsgang-Schaltgetriebe fleißig nutzt, recht flott auf Touren. Der Standardspurt kann in 12,8 Sekunden gelingen. Man hat also genug Zeit, sich bewusst zu werden, dass man in keinem hoch motorisierten SUV oder Sportwagen sitzt. Ein Hochdachkombi ist zum Reisen ausgelegt, auf der Autobahn schafft der Turbo immerhin Tempo 175. Angenehmer als Vollgastouren sind allerdings Fahrten mit gezügeltem Gasfuß. Auf der Autobahn bei Richtgeschwindigkeit oder auf der Landstraße knapp unter 100 km/h gelassen zu cruisen, passt zu dem 1,85 Meter hohen Combo. Das Fahrwerk, das straffer ausgelegt ist als bei den Schwestermodellen Citroen Berlingo und Peugeot Partner, bügelt die meisten Straßenunebenheiten weg. Den Verbrauch gibt Opel nach WLTP je nach Ausstattung zwischen 6,7 und 7,5 Litern an.

Flankiert wird der Dreizylinder von einem 1,5-Liter-Diesel, der in drei Ausbaustufen mit 56 kW / 76 PS, 75 kW / 102 PS und 96 kW / 130 PS offeriert wird. Die zwei kleineren Selbstzünder sind an ein Fünfgang-Schaltgetriebe gekoppelt, bei den anderen zwei Triebwerken ist ein Sechsgang-Schalter Serie. Alternativ steht für den 130 PS-Diesel eine Achtgang-Automatik (Aufpreis 1.765 Euro netto) zur Wahl. Alle Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro6d-Temp.

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Nicht ganz überraschend muss man beim rund 20.000 Euro teuren Basis-Combo auf viele Komfortfeatures verzichten, die das Reisen sehr angenehm machen. Klima, eine zweite Schiebetür, ein Multimedia-Radio mit acht Zoll großem Farb-Touchscreen und elektrische Fensterheber für die vorderen Türen gibt es zum Beispiel erst ab der zweiten Ausstattungsstufe Edition (ab 23.450 Euro). Hier gehört auch ein beheizbares Lenkrad zum Serienumfang. Dies wird nur im Combo angeboten, die Schwestermodelle Citroen Berlingo und Peugeot Rifter müssen ohne dieses praktische Funktion auskommen. Ein Allradantrieb wird wohl im nächsten Jahr die Wintertauglichkeit weiter erhöhen.

Hat man dagegen die höchste Komfortstufe Innovation gewählt (ab 26.050 Euro), sind im Fond drei Einzelsitze eingebaut, die die Montage von bis zu drei Kindersitzen ermöglichen. Ein Panorama-Glasdach unterstreicht das luftige Raumgefühl, eine durchgehende Mittelkonsole bietet mit schließbaren Staufächern zusätzlichen Stauraum.

Praktisch ist übrigens auch die am Dachhimmel des Kofferraums montierte Ablagebox. Sie kann sowohl vom Kofferraum als auch vom Fond aus be- und entladen werden und kann bis zu 10 Kilogramm Gewicht aufnehmen. Wenn wir schon beim Thema Ladung sind: Ist auch die Lehne des Beifahrersitzes umgelegt, nimmt der Combo Gegenstände bis zu einer Länge von 2,70 Metern beziehungsweise 3,05 Metern bei der Langversion auf. Große Menschen sollten aber beim Beladen auf ihren Kopf achten. Die Heckklappe schwingt nur ca. 1,80 Meter auf.

Wer will, kann den Heckbereich mittels einer 180-Grad-Rückfahrkamera kontrollieren. Überhaupt stehen noch weitere Ausstattungsoptionen darunter Head-up-Display, Sitzheizung, Flankenschutz, Parkassistent, Navigation oder Einbindung von Apple CarPlay oder Android Auto gegen Aufpreis zur Wahl. Leider gibt es die rückenfreundlichen AGR-Sitze nicht. Was fehlt noch? Eine App um Gegenstände im Fahrzeug wieder zu finden. Denn an Fächern ist wahrlich kein Mangel. Hier profitieren die Rüsselsheimer vom Ideenreichtum der Franzosen, die schon länger für ihre Kreativität bei der Interieursgestaltung von Familienfahrzeugen bekannt sind. Die Herausforderung dürfte daher nicht das Verstauen von Krimskrams zum Beispiel in den zwei Handschuhfächern, in Bodenablagen, in den Türinnenverkleidungen oder im Armaturenbrett sein, sondern das Wiederfinden der Gegenstände im Fahrzeug.

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