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Fahrbericht Opel Vivaro

Einfach praktisch

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Opel erneuert seine Transporter-Baureihe Vivaro.
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Opel erneuert seine kleine Transporter-Baureihe Vivaro. Die Nutzfahrzeuge basieren ab sofort auf der EMP2-Plattform des PSA-Konzerns. Ein durchaus kluger Schachzug.

Von Patrick Broich/SP-X

Opel legt den Vivaro C auf und stellt die Kleintransporter-Baureihe auf die Plattform des PSA-Konzerns, dem die Rüsselsheimer ja seit geraumer Zeit angehören. Damit ist der Kunde nun etwas flexibler, denn den neuen Vivaro gibt es in drei verschiedenen Längen- sowie zahlreichen Ausstattungsversionen. Zwar bleibt die längste Variante mit 5,30 Metern etwa zehn Zentimeter unter dem größten Vivaro, dafür misst die kürzeste Ausgabe allerdings lediglich 4,65 Meter, womit Opel möglicherweise neue Kunden gewinnen könnte.

Preislich startet der vielseitige und mit bis zu 1,4 Tonnen Nutzlast gesegnete Vivaro ab netto 25.000 Euro in der vergleichsweise einfachen Cargo-Version mit 1,5 Liter großem Diesel und 75 kW / 102 PS (4,9 Liter/100 km gemittelt) – die Topversion kostet 37.910 Euro netto, dabei handelt es sich um eine Doppelkabine mit 2,0-Liter-Selbstzünder und 130 kW / 177 PS plus Achtgang-Wandlerautomat (5,5 Liter/100 km gemittelt).

Dazwischen gibt es vor allem viel Flexibilität bei Ausstattung, Preis und Motorisierung. Reichlich Ablagefläche, verblechte Heck-Flügeltüren, hinreichend kommode Sitze sowie Verzurrösen im Laderaum gehören zur Grundausstattung jedes Vivaro – viele Features darüber hinaus wandern erst auf Wunsch der preissensiblen Kunden in den Lastesel. Hier dürften nicht selten Dinge wie diverse Cargo-Pakete zu 700 respektive 1.000 Euro netto im Vordergrund stehen, bei denen es vorwiegend darum geht, ob der Ladeboden mit Anti-Rutsch-Beschichtung aufwarten kann oder welche Seitenverkleidung zum Einsatz kommt; Innenraumklimatisierung oder Fahrerassistenz sind in diesem Segment zwar eher Luxusgüter, werden aber zunehmend wichtiger.

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Keine Wünsche bleiben offen

Doch völlig karg fährt ein heutiger Transporter natürlich nicht mehr durch die Gegend – die Klimaanlage dürfte in der Bestell-Realität eher Regel als Ausnahme sein, und beim Thema Assistenz erlaubt der Vivaro große Sprünge. Autonombremsung, Fußgänger-Erkennung, Spurassistent, adaptiver Tempomat – alles möglich gegen Zuzahlung. Auch beim Thema Infotainment bleiben keine Wünsche offen: Headup-Display, integriertes Navi, Smartphone-Anbindung per Android Auto und Apple CarPlay dürfen spendable Chefs etwaiger Handwerker-Betriebe gerne ordern.

Ein weiterer Benefit gegenüber dem Vorgänger besteht darin, dass der Interessent für den Vivaro zuschaltbaren Allradantrieb ordern kann – über den Zulieferer Dangel zu einem Nettopreis von 6.650 Euro. Eine erste Ausfahrt mit einer solchen Variante bescheinigt dem Transporter veritable Kletterfähigkeit inklusive ansehnlichem Verschränkungsvermögen. Immerhin stehen vier Zentimeter mehr Bodenfreiheit plus Differenzialsperre im Raum. Sowohl dieses modifizierte als auch das Serienfahrwerk bieten recht ordentlichen Komfort, der sich mit zunehmender Beladung verbessert. Hüpft der Transporter leer noch über manche Bodenwelle, fährt er mit etwas Gewicht an Bord geschmeidig über wettergeschundene Asphalt-Passagen.

Die Straße ist die Domäne des Vivaro mit dem starken Diesel nebst Automatik, der sich als Cargo deutlich behänder in Bewegung setzt als die vergleichbare, deutlich schwerere Personenwagen-Variante mit voller Ausstattung. Nach kurzer Anfahrschwäche demonstriert der kultiviert laufende Vierzylinder seine 400 Nm Drehmoment und sorgt für leichten Schub im Kreuz. Der Achtgang-Wandlerautomat liefert beflissen längere Übersetzungen nach, ohne für Kopfnicken zu sorgen. Allerdings tut es auch die 110 kW / 150 PS-Variante, jedoch ist hier ebenso wie bei den schwächeren 1,5-Liter-Ausführungen das manuelle Sechsgang-Getriebe obligatorisch. Für das nächste Jahr hat der Konzern eine vollelektrische Vivaro-Version angekündigt – und die kommt garantiert ohne manuelles Schalten aus.

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