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Fahrbericht Peugeot 308 SW

Ab Januar 2022

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Der 308 SW ist komplett neu und ist ab Januar 2022 erhältlich.
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Peugeots 308 ist schon immer ein Fuhrpark-Modell – seit 1969, damals noch 304 genannt. Der neue 308 setzt zudem optische Akzente und wir haben es uns im Kompakt-Franzosen mal bequem gemacht.

Von Michael Blumenstein/Autoflotte

PS-Zahlen, Assistenzsysteme und Komfort-Feature, all das wird von Fahrzeug zu Fahrzeug mehr – meist wachsen auch die Abmessungen. Klar, dass auch die Preise steigen. Im Fall des neuen Peugeot 308 SW, wie der 308 auch in dritter Generation genannt wird, sind es moderate 300 Euro netto mehr als zuvor. Das könnte man aktuell auch auf die Corona-Verteuerungen schieben, die sich nicht nur im Tourismus, der Gastronomie, bei Friseuren, bei Mietwagen und weiteren Dingen des "täglichen Bedarfs" bemerkbar machen. Mindestens 20.336 Euro sind es nun. Wirklich teurer wurde er damit nicht – zumindest ausstattungsbereinigt. Denn LED-Scheinwerfer sind beispielsweise ab sofort serienmäßig an Bord des 308, auch im Active, wie die Basisversion nach wie vor heißt. Und auch sonst rollt ein vernünftig ausstaffiertes Modell in die Flotte.

Bisschen länger, bisschen flacher

Der neue 308 SW hat nun eine Länge von 4,64 Metern, ist 1,85 Meter breit und misst 1,44 in der Höhe. Das ist eine Zugabe von rund fünf Zentimeter in der Länge und eine Abnahme von gut zwei in der Höhe. Innen macht sich das bei unserer ersten Sitzprobe in Rüsselsheim kaum bemerkbar. Vorne ist das Platzangebot prima und die besessenen GT-Sitze umschließen die Körper angenehm. In Reihe zwei ist das Platzangebot für Großgewachsene hingegen etwas enttäuschend. Und dabei wird nicht der Vergleich zum Klassenprimus Octavia herangezogen.

Der 308 SW ist komplett neu, was sich vor allem auch an der Infotainment-Architektur bemerkbar macht. Das kleine Lenkrad und das dahinter befindliche 3-D-Cockpit sind mehr oder minder bekannt. Wer 3D nicht mag, schaltet es einfach ab. Wie generell die Tachoeinheit gut individualisiert werden kann und damit den Vorlieben entsprechen könnte. Auch das Infodisplay im Armaturenträger ist neu, reaktionsschnell und scharf. HD nennt es Peugeot, prima nennt es Autoflotte. Bei der Menüführung gibt es Eingewöhnungszeiten, wie fast überall.

Unter dem Display befinden sich zur Vereinfachung und fürs schnellere Finden nun Touchfelder, die ebenfalls nach eigenem Gusto belegt werden können und den Schnellzugriff auf die persönlichen Favoriten ermöglichen. Das ist gut gelöst, sieht schön aus – solange alles sauber gewischt ist. Unter den Touchfeldern gibt es noch ein paar echte Tasten. Die Kombination aus beidem scheint gelungen.

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Sauber verarbeitet

Die Verarbeitung und Materialauswahl ebenfalls. Wie mittlerweile bei Peugeot üblich, fühlt sich alles hochwertig an und sieht auch danach aus. Das zieht sich durch bis in den Kofferraum, der vernünftig ausgekleidet ist, eine solide Bodenplatte besitzt und sogar eine feine Verkleidung um die Schließelemente aufweisen kann. In den Kombi passen als Maximalwert 1.634 Liter. Wer nicht umklappt (40/20/40 möglich) und die Ladelänge von dann 1,85 Metern nicht benötigt, gibt sich mit gut 600 Litern zufrieden. Das ist bereits Mittelklasse-Format, wenngleich dies der alte 308 nicht weniger gut machte. Der Kofferraum schrumpft unter der Bodenplatte, wenn das Focal-Soundsystem oder der Plug-in-Hybrid bestellt werden.

Bei den Motoren stellt der mittlerweile von Peugeot, Opel, DS und Citroen bekannte 225-PS-Teilzeitstromer vorerst das Maximum dar, Frontantrieb ist ebenfalls gesetzt. Darunter rangiert eine Phev-Version mit 180 PS und zwei 1.2 Turbo-Benziner mit mindestens 110 oder 130 PS. Sind die Plug-ins immer mit einer Achtgang-Automatik verheiratet, gibt es die kleinen Benziner auch als Handschalter, beim 130er hat man die Wahl. Diese besteht auch beim einzigen Diesel im Programm. Der bekannt laufruhige 1.5 BlueHDi schafft es auf 130 PS, was den bis zu 1,6 Tonnen schweren Diesel ausreichend beschleunigen dürfte. Das A+-Effizienz-Signet ist ihm – wie logischerweise den Plug-ins – sicher.

Bei den Assistenzsystemen ist der 308 State-of-the-Art, anderes ist bei einer kompletten Neuentwicklung auch kaum mehr vermittelbar. Wer jedoch beispielsweise den Lane-Assist deaktivieren möchte, muss umständlich ins Touchmenü einsteigen. Eine Kurzwahltaste wäre hier sehr hilfreich. Ach ja: der Kombiaufpreis des Peugeot 308 SW beträgt übliche 840 Euro. Das ist fair und für viele, die das Mehr an Platz benötigen, auch Wert.

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