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Fahrbericht Range Rover Evoque 2

Neu, und zwar komplett

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Der neue Range Rover Evoque 2 startet am 4. April 2019.
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Nach sieben Jahren geht der Range Rover Evoque in die zweite Runde. "Alles neu" versprechen die Briten. Optisch merkt man das nicht direkt, was gut ist.

Von Autoflotte-Chefredakteur Michael Blumenstein

Der Range Rover Evoque 2 startet am 4. April 2019. Dass er komplett neu ist, sieht man ihm nicht an. So freuen sich Alt- und Neukunden gleichermaßen. Am Design gab und gibt es nichts auszusetzen. Der Evoque ist die schöne Alternative im Kompakt-SUV-Segment. Schön und teuer zugleich. Unter 31.400 Euro geht nichts. Die Einstiegsversion hat jedoch weder Allrad noch Automatik – Details, auf die Range Rover-Fans Wert legen.

Satte Straßeblage, leise Innenraumgeräusche

Doch der von uns gefahrene D240 muss es hingegen auch nicht sein; er repräsentiert das andere Ende der Fahnenstange und holt aus vier 500 ccm großen Zylindern 240 PS und 500 Newtonmeter Drehmoment. Klingt nach viel, relativiert sich aber, wenn man aufs Gewicht blickt. 1,9 Tonnen müssen bewegt werden, was lediglich souveränes Vorankommen ermöglicht, das von einer präsenten Stimmlage begleitet wird. Das Gewicht ist auch Grund für eine in dieser Klasse ungewohnt satte aber doch straffe Straßenlage sowie die leisen Innenraum- und Abrollgeräusche. Gefühlt gehört das zum Besten in der Klasse. Kein Wunder, denn viel Dämmmaterial müsste ja irgendwo stecken. Auf Aluminium hat man größtenteils verzichtet, obwohl auch die Plattform neu ist, wie betont wird.

Dass mit viel Gewicht meist keine Verbrauchsrekorde zu erzielen sind, ist bekannt. Der Evoque will das mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid kompensieren. So richtig gelingt das nicht, daher sollten gut acht Liter einberechnet werden. Dennoch gehört man dann nicht zu den Eiligsten auf der Autobahn. Unsere Empfehlung lautet D180. Mit 430 Newtonmeter ausreichend kräftig, nach Norm einen halben Liter sparsamer und in Realität wohl die beste Antriebsoption und 3.200 Euro günstiger. Die Neungang-ZF-Automatik ist dann angeblich harmonischer abgestimmt. Beim D240 schaltet sie bisweilen nicht so wie erhofft und ist etwas träge, wenn Schnellkraft gefragt ist.

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Gab es Evoque 1 auch als skurrilen Dreitürer, ist der Neue nur noch als Fünftürer zu haben, in dem sich ab sofort vier Erwachsene unterbringen lassen. Das Platzangebot ist für einen 4,37-Meter-Schönling vorne gut, wenngleich die breite Mittelkonsole Raum verschenkt. Die Sitze sind im Serientrimm knapp geschnitten und im Beifahrerfußraum treten sich große Füße schonmal auf selbige. 

Sehr guter Blick nach hinten

Damit die Hinterbänkler (oder Gepäck) den Blick des Fahrers nicht trüben, gibt es nun ClearSight. Ein Display-Rückspiegel, der mit einer Dachkamera korrespondiert und einen astreinen Blick nach hinten sicherstellt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase freuen sich alle Insassen über die Rücksicht.

Die Materialauswahl und Verarbeitungsqualität im designorientierten Interieur ist fein. Vielleicht sind – je nach Kombination – etwas zu viele unterschiedliche Materialien im Einsatz, aber das bleibt Geschmacksache. Daher stört nicht einmal, dass es für die Basisversion und die darüber liegende (empfehlenswerte "S-Version") serienmäßig "nur" einen Analogtacho gibt. Ganz im Gegenteil.

40.000 Evoque konnte Land Rover seit 2011 in Deutschland loswerden. Zum Ende ließen die Kunden jeweils rund 46.000 Euro bei den Händlern. Dass es abermals so viele Käufer gibt, darf angezweifelt werden, denn mittlerweile haben sich Alternativen wie Volvo XC 40 und BMW X2 etabliert. Nichtsdestotrotz wird der Evoque wohl wieder der meistverkaufte Range Rover. Damit das klappt, gibt es Leasingangebote, die bei 252 Euro im Monat (plus Zehn-Prozent-Einmalzahlung) starten.

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